30 Jahre an der Olma und keinen Tag versäumt

Hans WEBER ⋅ Als Fleischverkäufer für Metzgerkunden sorgte Hans Weber jahrelang dafür, dass immer genügend feine Würste und Grillgut für die zahlreichen Olma-Besucher verfügbar waren.

21. Juni 2017, 05:00
Für seinen Arbeitgeber, den Fleischverarbeitungsbetrieb F & W in Gossau, war Hans Weber 30 Jahre lang an der Olma tätig. Dabei versäumte er keinen einzigen Messetag. Seine Aufgabe bestand vor allem darin, die Kunden zu betreuen. An der Messe konnte er sich Zeit nehmen für längere Gespräche, das wurde sehr geschätzt. Während der gesamten elf Tage war Hans Weber jeweils im Einsatz. Man traf ihn an all den beliebten und bekannten Ständen, wo grilliert wurde. "Für mich war das optimal. Deshalb wurde es mir auch nie zuviel", sagt er. Auch wenn er privat an der Messe war, kümmerte er sich um Kunden, die er zufällig dort traf. Manchmal stand er sogar gleich selber hinter dem Grill und zeigte dort seine Fähigkeiten.

Feuerwehr passte auf die Einnahmen auf

Während seiner Olma-Einsätze hatte Hans Weber viele schöne, aber auch lustige Erlebnisse. Zu seinen Pflichten gehörte es, die Tages-Einnahmen der Kunden abzuholen. Einmal ging er mitsamt dem Geld in die Moststube zum Tanz. An einem Tisch sassen einige Feuerwehrleute. Kurzerhand bat er sie, auf die Einnahmen aufzupassen (immerhin 60'000 Franken!). Als sich kurze Zeit später ein Gast näherte, sprangen die Feuerwehrleute abrupt auf und erschreckten diesen so sehr, dass er kreidebleich wurde.
 

Olma in drei Worten: Bekannt, beliebt, bewährt

Hans Weber besuchte die Olma natürlich auch mit seiner Frau und den beiden Töchtern. Zusammen gingen sie dann in alle Hallen, zu den Tieren und an den Jahrmarkt. Als die Mädchen klein waren, hatte es noch verschiedene Futtermittel-Vertreter an der Olma. Eine der Firmen hatte kleine Küken zum Streicheln am Stand. "Unsere Mädchen konnten sich nicht von den flauschigen Federbällchen trennen. So gingen wir am Abend mit drei jungen Hähnen in einer Kartonschachtel nach Hause", sagte Hans Weber schmunzelnd.

Auch nach seiner Pensionierung im Jahre 2009 geht Hans Weber, der in Gossau wohnt, noch gerne an die Olma. Nicht mehr so viel und nicht mehr so lang. Er trifft dort alte Kameraden, mit denen er Neuigkeiten austauscht und natürlich über die alten Zeiten spricht. "Dies sind immer wieder schöne Momente." (cs)

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