"Ich will nahe bei den Menschen bleiben"

Bischof Markus BÜCHEL ⋅ Er wurde am 4. Juli 2006 zum elften Bischof von St.Gallen gewählt und am Tag darauf durch Papst Benedikt XVI. bestätigt. Markus Büchel ist gern mittendrin und will den Menschen mit einer schlichten und barmherzigen Nähe begegnen.

05. Juli 2017, 05:00
Bischof Markus Büchel ist auf einem kleinen Bauernbetrieb im Rheintal aufgewachsen. An der Olma gehört deshalb ein Rundgang durch die Ställe zur Selbstverständlichkeit. "Ich lebe mit einem Unterbruch von wenigen Jahren seit 1976 in St.Gallen, da ist die Olma präsent. Wer das Eröffnungsdatum noch nicht im Kopf hat, wird hundertfach darauf aufmerksam gemacht, auf Plakaten, im Bus, am Bahnhof. Die Stimmung, die jeweils die Stadt erfasst, mag ich sehr. Es ist eine fröhliche und eine typische Mischung aus Bratwurstduft, vielen Menschen, oft mit anderen Dialekten, noch volleren Zügen, die am Bahnhof ankommen, Werbeplakaten und Gesprächen über Säulirennen oder Raclettestube. Die Stadt ist in Festlaune", schildert er seinen Bezug zur Schweizer Messe für Landwirtschaft und Ernährung. Während der elf Tage besuche er immer die informativen und fantasievollen Ausstellungen der Gastkantone. "Auch ein Besuch bei den Tieren im Olma-Stall gehört für mich jedes Jahr dazu." Gibt es Erlebnisse an der Olma, die Markus Büchel besonders beeindruckt haben? "Es gibt nicht ein schönstes Erlebnis, sondern viele Begegnungen. Wenn ich irgendwo ein 'hoi Markus' höre, die Stimme im Gewühl noch nicht ganz zuordnen kann und dann bekannte oder auch weniger bekannte Menschen treffe, dann freut mich das sehr. Und die Bratwurst gehört natürlich auch dazu – ohne Senf, dafür mit einem Bier!", antwortet er.

 

Olma in drei Worten:
Begegnungen, Organisation, Landwirtschaft


Die Anfrage, ob er sich als Olma-Botschafter zur Verfügung stellen würde, habe ihn als ein aus dem Rheintal "eingewanderten" St.Galler gefreut. "Als Bischof werde ich regelmässig angefragt für Patronatskomitees oder als 'Götti' von unterschiedlichsten Projekten. Meist geht es dabei um ernstere Themen. Alle Engagements sind mir wichtig. Olma-Botschafter zu sein, ist aber eine Abwechslung, ein ganz anderes Umfeld." Als Bischof gehöre es für ihn grundsätzlich dazu, trotz vielen Terminen und Sitzungen nahe bei den Menschen zu bleiben. Und wie würde er die Olma in drei Worten beschreiben? "Begegnungen, Organisation, Landwirtschaft", sagt er.

(sanktgallenTV.ch)

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