"Moderieren heisst, eine Brücke zum Publikum bauen"

Beat ANTENEN ⋅ Schon der Fussweg an einem typischen Herbsttag von seiner Wohnung in St.Georgen zur Olma ist für den Entertainer ein Ereignis. Am liebsten bummelt Beat Antenen durch die Halle 9.1, die er liebevoll "Milchstrasse" nennt.

21. Juni 2017, 05:00
Beat Antenen gehört zu den vielseitigsten Persönlichkeiten in der Schweizer Medienszene. Er moderierte für das Schweizer Fernsehen Sendungen wie "Sportpanorama", "Heute abend in ..." oder "Landuf Landab". Mitte der 90iger übernahm er die sogenannten Gross-Produktionen des legendären Werner Vetterli und inszenierte und moderierte dann 18 Jahre lang den "1. August" und die "Silvesternacht". Heute produziert er Shows und Gala-Events mit Schweizer Bezug im In- und Ausland. Seine andere Seite zeigt der freischaffende Theologe immer wieder beim alljährlichen Berggottesdienst auf der Schwägalp oder beim bekannten "Weihnachts-Auftakt in St.Gallen St.Laurenzen". Von 1978 bis 2010 leitete Antenen das Olma-Messestudio von SRF und SRG. In dieser Zeit wurden über 20 grosse Fernseh-Liveübertragungen, tägliche Unterhaltungsprogramme fürs Olma-Publikum und unzählige Radiosendungen im Messeareal produziert und moderiert. "Ich konnte diese Aufgabe von Fredy Weber übernehmen, dem ich schon als kleiner Bub in den sechziger Jahren staunend bei den damaligen Beromünster-Produktionen zugeschaut hatte", erinnert er sich.

 

Olma in drei Worten: Gemeinschaft, Begegnungen, Beziehungen


Typisch schweizerisch

Beat Antenen lebt mit seiner Familie im Engadin und ist nur noch sporadisch in St. Gallen anzutreffen. Wenns zeitlich passt, gerne auch an der Olma. "Ich habe nebst meinen jahrelangen SRF-Erinnerungen viele Eindrücke aus meiner Kindheit behalten." Das geht von der Halle 1 vor der Tonhalle mit den wunderschönen Plakaten des St.Galler Grafikers Werner Weiskönig über den Jahrmarkt bis zum Schneebesen im Kanti-Park. "Besonders gut gefallen haben mir der Äfflizirkus, das Kasperlitheater und natürlich der Wafflebeck beim Spelterini." Heute schätzt er das typisch schweizerische kulinarische Angebot in der Halle 9.1. Die Begegnung Stadt-Land sei hier bei den vielfältigen Produkten und auch beim Publikum sehr ausgeprägt. (ug)

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