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"Gäbe es sie nicht, müsste man die Olma erfinden"

Agnes SCHNEIDER WERMELINGER ⋅ Seit 30 Jahren prägt die Olma ihr Leben. «Ohne sie würde mir ganz viel fehlen», sagt Agnes Schneider Wermelinger. Die gebürtige Toggenburgerin ist Frau der ersten Stunde des «Olma-Tags der Bäuerin» und auch ausserhalb der Messe eine umtriebige Initiantin.

21. Juni 2017, 05:00
Fünffache Mutter, elffache Grossmutter, Bäuerin, Autorin, Marketingfachfrau, Mediatorin, Erwachsenenbildnerin, landwirtschaftliche Beraterin, Projektleiterin, Stiftungsrätin, Dorfmuseumskuratorin – die Liste ihrer Funktionen ist lang. Und langweilig wird es Agnes Schneider, wohnhaft im luzernischen Ruswil und "daheim im Weisstannental", nie. "Ich bin ein Chamäleon", sagt die 57-Jährige, auf ihre Jobs und zwei Wohnsitze angesprochen, und schmunzelt. Wo es sie braucht, schickt sie sich rein, packt mit an, hilft mit, Ideen umzusetzen, auch als Mitorganisatorin des Olma-Tags der Bäuerin. "Und mein Mann hält mir dabei den Rücken frei", sagt sie. So schaut er jeweils zum Biobetrieb in Ruswil, während sie in Uri angehende Bäuerinnen in Agrarrecht oder Produkteverwertung unterrichtet. Oder Urner Bauernfamilien berät. Oder für diverse Medien Texte verfasst. Oder im Weisstannental, ihrer Wahlheimat, in der sie 30 Jahre lang wohnte, unterwegs ist, um ehrwürdigen Gebäuden wie der "Alten Post" mit immer neuen Ideen Leben einzuhauchen.


Mit Nadelmann an die Olma

Wie das Weisstannental, gehört auch die Olma zu ihrem Leben. Und dies seit rund 30 Jahren. "Ich war zusammen mit dem St.Galler Bauernverband oft an Messen, sei es an der Muba oder BEA, doch an keiner fühlt man sich als Gast oder Aussteller so gut umsorgt, wie an der Olma" schwärmt sie. "Gäbe es die Olma nicht, müsste man sie sofort erfinden.» 1993, als Agnes Schneider als Mitorganisatorin der landwirtschaftlichen Ausstellung "Miteinander an der Zukunft baue(r)n" durch die Schweiz tourte, trat der damalige Olma-Direktor René Käppeli mit ihr in Kontakt. Kurz darauf war der erste "Tag der Bäuerin", der bis heute regelmässig über 500 Bäuerinnen aus der ganzen Schweiz zusammenbringt, ins Leben gerufen.
 

Olma in drei Worten: genial, informativ, gemütlich


Zum 25. Mal hilft Agnes Schneider heuer mit, den Auftritt der Bäuerinnen zu organisieren. "Mich trifft man vor allem in der Halle 6, beim Backen und Kochen der Bäuerinnen, aber auch bei der Produktepyramide und bei allen Sonderschauen an", verrät die Vielbeschäftigte. Und zu Gast ist sie auch bei jeder Olma-Eröffnung - "für mich ein richtiger Feiertag." Nach ihrem schönsten Olma-Erlebnis gefragt, sagt Agnes Schneider: "Es gibt so viele. Ein besonders schönes war, als ich Star-Sopranistin Noemi Nadelmann und ihrer Tochter unsere Olma zeigen durfte." (seg)

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