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Tagblatt Online
17. Oktober 2016, 06:48 Uhr

Die Heinzelmännchen der Arena

Während die einen die Olma in vollen Zügen geniessen können, bedeuten die zehn Tage für andere viel Arbeit. Einer von ihnen ist René Frick aus Speicher. Er ist für die zahlreichen Auf- und Umbauten der Messe verantwortlich.

Karin Erni

SPEICHER. Arbeiten an der Olma? Da denkt man erst mal an Schausteller, Wurstbrater oder Serviceangestellte. Doch eine stattliche Zahl von Leuten ist hinter den Kulissen tätig. So wie René Frick aus Speicher. Der gelernte Schreiner arbeitet seit acht Jahren im 16 Mann umfassenden Betriebsdienst der Olma-Messen. Seit vier Jahren leitet er als Bauchef ein Team. Wir begleiteten ihn einige Stunden bei seiner Arbeit.

Am ersten Olma-Samstag ist traditionsgemäss der Tag des Gastkantons. Nach dem Umzug sollen die Gäste in der Halle 9 fürstlich bewirtet werden. Frick und sein Team haben bereits am Vortag Tische und Stühle aufgebaut. Nun werden sie von den Mitarbeitern der Säntis-Gastronomie festlich gedeckt. «Das Licht funktioniert nicht», sagt deren Leiterin Lydia Fässler. Frick greift schnell zum Telefon und ruft den betriebseigenen Elektriker herbei, denn Fricks Anwesenheit ist nun in der Arena gefragt. Diese muss für die grosse Show des Ehrengastes hergerichtet werden. Geübt verlegen die Männer des Betriebsdienstes gemeinsam mit den Stallburschen einen Boden aus Schaltafeln auf den Sandboden. Zum Schluss kommt ein Teppichbelag drauf und fertig ist die Showbühne.

Kaum sind die Gäste aus der Halle 9 abgezogen, um das Programm in der Arena anzuschauen, sind Frick und sein Team schon wieder daran, den Raum für den Tag der Landjugend bereitzustellen. René Frick muss neben der Arbeit immer vorausschauend planen. «Während die aktuelle Messe läuft, müssen wir bereits wieder die Vorbereitungen für die nächsten Anlässe treffen, so der 38-Jährige und zeigt seinen Einsatzplan. Darauf reiht sich bis Ende Jahr Messetermin an Messetermin. «Im Frühjahr und Herbst ist Hochsaison – da liegt kaum ein freier Tag drin», so Frick. Dafür kann er im Sommer fünf Wochen Ferien geniessen oder dem Bruder einmal beim Heuen helfen.

Pro Jahr finden auf dem Olma-Areal zwölf Messen sowie über 100 Grossanlässe statt. Die Olma ist für Bauernsohn Frick jeweils der Jahreshöhepunkt. «Es ist ähnlich wie für die Bauern die Viehschau. Man arbeitet darauf hin und freut sich wie verrückt. Aber schliesslich ist man auch wieder froh, wenn der ganze Stress vorbei ist.»



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