Modische Zeitreise

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(Marcio Madeira/Prada)

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(Marcio Madeira/Barbara Bui)

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(pd/Akris)

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(Marcio Madeira/Trussardi)

Die Botschaft auf den internationalen Laufstegen lässt keinen Zweifel offen: Die Looks werden diesen Herbst/Winter nicht ruhiger, sondern auffälliger. Die 80er-Jahre stehen als Impulsgeber auf dem Programm. Elemente aus den 60ern, 70ern und 90ern kommen hinzu.

02. September 2016, 16:19
Sandra Metzger, Sybille Frei/Textil-Revue
Die internationalen Designer haben sich in ihren Kollektionen auf diesen Herbst/Winter hin einmal mehr von den «guten alten Zeiten» inspirieren lassen. So kreierte Karl Lagerfeld für Chanel beispielsweise Kostüme in Bouclé-Stoffen und setzte den Models überdimensionierte Porkpie-Hüte auf. Midi-Kleider und auffällige dekorative Kragen sind bei Akris zu sehen. In seiner Hommage an Afrika hat Albert Kriemler denn auch die Farbe Rot sowie Zebra- und Leoparden-Prints in Szene gesetzt. Die Nostalgie nach unbeschwerten, abenteuerlichen Hippie-Zeiten, nach den wilden Seventies, ist nach wie vor ein starkes Thema. Trussardi, Etro oder Burberry haben es in Form von langen Kleidern aus Samt oder mit Ethno- Mustern und haarigen Kunstfell-Jacken aufleben lassen.

Glanz, Farbe und Power-Schultern haben wir den 80er-Jahren zu verdanken – Barbara Bui setzt sie modisch mit einer Portion Disco- Feeling um. Ausgefranstes und Wildes aus der Zeit des Punk und Grunge sind ebenfalls in: Einem spannenden Modewinter steht also nichts im Wege!


60ER-JAHRE

Falten und Geometrie

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(pd/Akris)

Fast ein bisschen brav sind die Einflüsse, die die 60er- Jahre mitbringen. Etui-Kleider, Kostümchen aus Bouclé-Stoffen, Faltenjupes, Caban-Mäntel, Tweed sowie Polokragen erleben ein Comeback. In den späten 60ern macht der Rollkragenpullover von sich reden. Vor allem bei den Dessins sind die Inspirationen der Sixties unübersehbar: grafische Muster, Streifen in jeder nur erdenklichen Form und Flächenaufteilung.


70ER-JAHRE

Plüsch und Samt

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(Marcio Madeira/Trussardi)

Die 70er-Jahre bleiben weiterhin stark. Diesen Herbst/Winter bekommen sie aber einen neuen Dreh. Dafür sorgen in erster Linie Materialien wie Samt, Cord, Velours und Co. Man geht ein bisschen weg vom Hippie-Girl-Image, und das Modebild wird insgesamt «erwachsener». Uni form-Ank länge, Kunstfell-Jacken und -Mäntel sowie Denim in Moonwash-Optik spielen eine favorisierte Rolle. Ethnische Einflüsse sind wichtig, und der Mustermix wird teilweise auf die Spitze getrieben.


80ER-JAHRE

Laut und bunt
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(Marcio Madeira/Barbara Bui)

Nachdem die 70er-Jahre schon in der letzten Saison deutliche Spuren hinterlassen haben, geht die Zeitreise weiter. Die 80er-Jahre kehren zurück. Laut, bunt, glamourös. Power-Schultern gehören zum Répertoire, ebenso wie überweite Tops, Pullover, Mäntel und Strickjacken. Breite Gürtel, die die Taille betonen, sowie sehr viel Glanz bei den Stoffen stehen für dieses Jahrzehnt. Druckdessins von Animal über Typografie bis hin zu Streifen und Karos sind angesagt. Statement- Looks stehen im Mittelpunkt.


90ER-JAHRE

Zwischen Punk und Grunge
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(Marcio Madeira/Prada)

Kurt Cobain lässt grüssen. Die Reminiszenzen an die 90er- Jahre bringen Elemente aus der Punk-Szene und dem Grunge ins Spiel. Ausgefranst, offenkantig und ein bisschen wild ist der Look. Ein wilder Mix ist angesagt: Wäsche-Elemente zeigen sich im Mix mit Rustikalem, Logo-Prints werden mit Leos gepatcht. Lack und Karos treffen auf Netzstrümpfe. Alles wirkt ein bisschen trashig. Die Farben Rot und Schwarz spielen die Hauptrolle.




 

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