Angesagte Teile für coole Herbst-Looks

Neue Längen, hüllige Formen und flauschige Materialien prägen die Damenmode im Herbst/Winter 2016/2017. Der Mantel, das lange Gilet, das Cape, der Rollkragenpullover, der Hosenanzug oder die Schluppenbluse sind trendige Einzelteile des aktuellen Modepuzzles.

02. September 2016, 13:24
SYBILLE FREI/TEXTIL-REVUE
Während es in den letzten Saisons vor allem um mehr Volumen ging, so prägen diesen Herbst und Winter auch neue Längen die Damenmode. Je cooler, desto länger sind die Mäntel, Chasubles (kittelartige oder auch Gilet-Kleider) und Jupes. Lang und schmal ist eine wichtige Silhouette, die man nicht vergessen darf. Auch auf die Taille wird diesen Herbst mehr geachtet: Hosen mit hohem Bund oder auf Figur geschnittene Blusen und Indoor-Jacken prägen das aktuelle Modebild. Ganz mutige Frauen stecken die Bluse oder den Pullover in den Bund, das betont die Figur zusätzlich. Besonders gute Noten bekommt das Layering, sprich der Lagenlook – denn man weiss nie, wie das Wetter mitspielt.

Die Hose bestimmt den Look
In Sachen Hosen ist von der hautengen «Skinny» über die weite, auch A-förmig geschnittene, meist knöchel-, waden- oder knielange «Culotte» über die «Easy Kick» (schlanke, verkürzte Hose mit leicht ausgestelltem Saum) bis hin zu den «Wide Legs»- (zum Beispiel Marlenes) und «High- Waist»-Modellen (mit taillenhohem Bund) alles mit von der Partie. Sie setzen diesen Herbst/Winter den entscheidenden Impuls, wenn es um veränderte Silhouetten und Proportionen geht. Kein Wunder, dass der Hosenanzug Aufwind bekommt. Er gehört vor allem für modische Frauen zu den Key-Items der Saison. Nicht zuletzt deshalb, weil er ein neues Selbstverständnis erhält. Es geht um fliessende Materialien. Neue Blazertypen und lässige Jacken und Sakkos zu weiten Männerhosen, lässige konische Modelle oder schmale Culottes unterstreichen diesen Trend. Unverzichtbar ist das lange Gilet, genauso wie der Overall. Und der Mantel bleibt ein wichtiges Statement- Teil. Vor allem hüllige Formen und haarige, flauschige Materialien stehen dabei im Fokus. Es gibt viele Mischformen, die in Richtung Cape oder Poncho gehen. Aber auch neu interpretierte Kurzmanteltypen sind mit von der Partie.

Kuschelig und trotzdem cool
«Cosy Casual» ist in aller Munde: Lässig, entspannt, kuschelig, selbstverständlich. Hier ist viel Strick zu finden, aber auch weite Hosen, Capes und generell Hüllenformen sowie Kuschelteile. Demgegenüber steht ein Modethema, das sich erst langsam aufbaut, aber viel Potenzial hat. Hochmoderne Technostoffe, Jersey oder Materialien mit multifunktionalen Eigenschaften stehen im Mittelpunkt. Die Styles sind entsprechend vom Sport inspiriert – so zum Beispiel Jogging- Hosen aus Technostoffen mit kontrastfarbigen Seitenstreifen. Wichtig ist aber, dass es gepflegt aussieht. Der Schmuddel-Look hat keine Chance. Die 70er-Jahre waren letzte Saison das Trendthema. Jetzt wird dieser Look ein bisschen erwachsener, denn Ethno ist das neue Hippie. Einflüsse aus aller Herren Ländern mit Jacquards, Stickereien, Bordüren stehen für diesen Trend. Nach wie vor gibt es auch Fransen als Deko.

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