Tagblatt Online
15. November 2017, 05:00 Uhr

Schnelle Flitzer messen sich

Die Automesse St. Gallen präsentiert ein spektakuläres Indoor-Drohnenrennen. 36 Quadrocopter-Piloten zeigen, was sie draufhaben.

Die Automesse feiert mit dem Indoor-Drohnenrennen «MotoDrone», das an allen drei Messetagen durchgeführt wird, eine Premiere. 36 Quadrocopter-Piloten nehmen teil. Sie steuern ihre Drohne mittels FPV (First Person View)-System. Dabei ist auf der Drohne eine Kamera montiert, die das Bild direkt auf die Videobrille des Piloten überträgt. Beim FPV-Race werden Quadrocopter eingesetzt. Die «Racer», wie sie genannt werden, sind alle von den Piloten selbst gebaut und programmiert. Geflogen wird ohne jegliche Assistenzsysteme wie GPS oder Stabilisierung. 
Um an einem Rennen wie dem «MotoDrone» an der Automesse St. Gallen mitfliegen zu können, ist etwa ein Jahr an Flugpraxis nötig. Ein Racecopter im Freien kann eine Spitzengeschwindigkeit von bis zu 200 Kilometern pro Stunde erreichen. Die vier Brushlessmotoren eines Quadrocopters können zusammen über drei Kilogramm Schub erzeugen. Von Null auf Hundert beschleunigt eine Renndrohne schneller als ein Formel-1-Wagen.
Hindernisse passieren
Bei einem klassischen FPV-Race treten vier bis acht Piloten in sogenannten «Heats» gegeneinander an. Mehr ist derzeit nicht möglich, da maximal acht Kanäle zur Bildübertragung zur Verfügung stehen. Geflogen wird auf einem vorbereiteten «Track» oder einer Rennstrecke. Die Piloten müssen verschiedenste Hindernisse korrekt passieren und möglichst schnell die vorgegebenen Runden absolvieren. Zusammenstösse und Abstürze gehören bei diesem Tempo und den teils sehr anspruchsvollen Strecken dazu und machen auch einen Teil dieses Sports aus.
Abgedunkelte Halle
Die «MotoDrone» St. Gallen ist einzigartig für Piloten wie auch für die Zuschauer. Die Rennstrecke ist abgedunkelt und wird mit LEDs ausgeleuchtet. Die Piloten haben an ihren Quadrocoptern auch farbige LEDs, die in den Farben des jeweiligen Startplatzes (Kanal) leuchten. So können auch die Zuschauer immer genau sehen, welcher Pilot zu welchem Copter gehört. Mit dem Livestream, der die Pilotensicht überträgt, können sich die Zuschauerinnen und Zuschauer in die Piloten hineinversetzen. Auch aktuelle Rundenzeiten, Ranglisten und der Ablauf sind auf Extra-Bildschirmen zu sehen oder können via Wi-Fi des Zeitmesssystems abgerufen werden. Das «MotoDrone» verspricht somit ein ganz besonderes Rennspektakel. (pd)

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