Garstigen Bedingungen getrotzt

ESCHLIKON ⋅ Die Rahmenbedingungen hätten am 24. Silvesterlauf des Turnvereins Eschlikon wahrlich besser sein können. Doch der Begeisterung der Läuferinnen und Läufer taten auch Windböen und Regen keinen Abbruch.
03. Januar 2018, 05:20
Christof Lampart

Christof Lampart

redaktion@wilerzeitung.ch

Natürlich gibt es den Spruch, wonach es kein schlechtes Wetter, sondern nur schlechte Kleider gibt. Doch das dürfte für viele, die am Samstagnachmittag am Eschliker Silvesterlauf teilnahmen, ein schwacher Trost gewesen sein. Denn zumindest bei den ersten Kategorien – bei den Jüngsten im Vorschul- und den Ältesten im Eltern- und Onkel- oder Grosselternalter – sorgte eine Kombination aus Nieselregen und böigem Wind dafür, dass das Wort «echte Herausforderung» auf vielerlei Belange passte.

Einer solchen sahen sich diejenigen Eltern und Kinder ausgesetzt, die sich einen der besten Startplätze sichern wollten und sich frühzeitig hinter der imaginären Startlinie vor dem «Bächelacker» eingefunden hatten. Sie standen bereits 20 Minuten vor dem Start dort, wo sich ansonsten kein anderer aufhielt – denn sie bekamen als «Belohnung» für ihr Ausharren Wind und Wasser direkt ins Gesicht gepeitscht, derweil wenige Meter entfernt zwei Männer vom OK mit der Befestigung einer Werbeblache beschäftigt waren, die sich fast selbstständig gemacht hätte. «Es ist heute schwer zu sagen, wie viele kommen werden. Das Wetter ist gar unfreundlich, sodass sich viele vielleicht erst kurzfristig entscheiden, zu kommen», sagte Robin Schwager aus Wallenwil, welcher bei der Zeitmessung mithalf.

Immerhin waren die Temperaturen für einmal nicht im Keller. Die Gefahr, auf einer glatten Strasse im Spurt den Halt zu verlieren, war bei dieser Austragung geringer als auch schon.

Tiefenentspannt aufs Rennen hin

Im Foyer der Mehrzweckhalle wärmte sich die Mehrzahl der Läuferinnen und Läufer. «Die Nummer 105, der Adrian, hat seine Startnummer verloren und kann sie abholen kommen», tönt es vom Speakerwagen her. Für die kleine Selina Zwahlen aus Eschlikon, die danach zusammen mit ihrem Bruder Jamie startete, war das noch lange kein Grund zur Aufregung. Sie lag im Foyer auf dem Rücken, den Kopf tiefenentspannt auf dem Schoss der Mutter – und liess sich von der zunehmenden Hektik um sie herum nicht anstecken. Altersmässig ein ganz anderes Kaliber war der ehemalige Gemeindeammann von Bichelsee-Balterswil, Richard Peter. «Dass meine Enkel so früh starteten, ist schon lange her. Jetzt muss ich praktisch bis zum Ende warten», lächelte der 74-Jährige.

Dann erfolgte der Start und die quirligsten Kleinen legten ein Tempo vor, dem manch ein überraschter Vater auf den ersten Metern kaum folgen konnte. Dass dann die Reihenfolge eine halbe Runde und vier Minuten später anders aussehen konnte, daran dachte noch niemand. An Regen und Wind erst recht nicht.

Hinweis

Ranglisten unter:

www.silvesterlauf.tveschlikon.ch


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