Silvester-Party

Flawil rockt, auch wenn der Strom bockt

03. Januar 2018, 05:20
Christoph Heer

Auch an diesem Silvester war die Flawiler Bahnhofstrasse so dicht besiedelt wie sonst kaum je im Jahr. Rund 350 Personen haben gefeiert. Einmal mehr hielten Andreas Koller und der Verkehrsverein Flawil die Zügel in der Hand – wie schon seit 2009.

Die Temperaturen meinten es dieses Mal deutlich besser als auch schon. Zeigte das Thermometer vor Jahresfrist Minus fünf Grad an, so war es am Sonntagabend mit zwölf Grad angenehm, ja fast schon frühlingshaft. So angenehm, wie die unzähligen Kontakte auf der Bahnhofstrasse. Da waren etwa die sich küssenden Mario und Elena, wohl das verliebteste Paar in ganz Flawil. Oder Adriana, Dragana, Emil und Goran. Ihre gute Laune steckte die Menschen in ihrem engeren Umfeld richtiggehend an. Oder Susi und Caroline, die zwei Ur-Flawilerinen, wie sie sich selber beschreiben, aber Probleme hatten mit dem Feuerzeug und dem Entzünden der Wunderkerzen ihrer Kinder. Der Wind machte es ihnen auch nicht einfach. Lustig war es trotzdem und nach mehreren Versuchen erhellten die Wunderkerzen alle Menschen, die in der Nähe standen. «Unsere Silvesternacht ist mit einem einzigen Wort zu beschreiben, bombig.»

Das Hauptereignis rückte näher. Nein, damit war nicht der mundende Glühwein oder das alljährlich wiederkehrende Feuerwerk gemeint, sondern der Countdown zum Jahreswechsel. Aber was war denn da plötzlich los? Andreas Koller am Mikrofon – nachdem die Stromzufuhr wieder planmässig funktionierte – legte los. «10, 9, 7, 6, 5, 4, 3, 2, 1, Prosit Neujahr». Riesenjubel, laute Böller, Champagner und Musik, wo die 8 hingekommen ist, weiss wohl nur er selber. Es fehlten auch bei dieser Silvesterparty DJ Aromat und DJ Wellensittich nicht. Als Fazit war festzuhalten: Flawil rockt, auch wenn der Strom bockt.

Christoph Heer

redaktion@wilerzeitung.ch


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