Die neue Stimme der Stadt

WIL ⋅ Philipp Gemperle ist der neue Kommunikationsverantwortliche von Wil. Er bringt eine langjährige Erfahrung als Journalist mit. Diese will er einsetzen, um die Bevölkerung umfassend und transparent zu informieren.
07. Februar 2018, 05:18
Gianni Amstutz

Gianni Amstutz

gianni.amstutz@wilerzeitung.ch

«Wil ist eine der spannendsten Städte der Region.» Das sagt der neue Kommunikationsverantwortliche der Stadt, Philipp Gemperle. Vor einer Woche hatte der 32-Jährige seinen ersten Arbeitstag in seinem Büro im Rathaus. Vom ersten Tag an sei er gefordert worden. «Ich merke, dass es mich hier braucht und viele Aufgaben anstehen. Das gefällt mir.»

Die Nähe zum Kanton Thurgau ergebe einige interessante Herausforderungen. Ausserdem habe Wil ein Einzugsgebiet, welches sich weit über die Stadtgrenzen bis ins Toggenburg und den Hinterthurgau erstrecke. Bereits bei seiner vorherigen Arbeit als stellvertretender Redaktionsleiter des SRF-Regionaljournals Ostschweiz habe er gelegentlich mit der Äbtestadt zu tun gehabt. Schon damals habe er Wil als spannende und politisch lebendige Stadt wahrgenommen. Dies nicht zuletzt, weil Wil über ein aktives Stadtparlament verfüge, was für den studierten Politikwissenschafter einen weiteren Anreiz für die Stelle als Kommunikationsverantwortlicher darstellt. Ausserdem wollte er nach acht Jahren beim SRF den nächsten Schritt machen und sich beruflich weiterentwickeln. Seine Erfahrung als Journalist helfe ihm im Umgang mit den Medien. «Ich kenne die Abläufe und Sicht der Redaktionen, die ihre Anfragen möglichst schnell beantwortet haben müssen.»

Alle Wilerinnen und Wiler mit Informationen erreichen

Als seine Hauptaufgabe sieht Philipp Gemperle eine umfassende und transparente Information der Bevölkerung über das Geschehen in der Stadt. «Dabei erachte ich es als besonders wichtig, nicht nur über Ergebnisse zu informieren, sondern auch darüber, wie Entscheide zu Stande gekommen sind. Die Bevölkerung muss verstehen können, welche Überlegungen hinter einem Beschluss stehen.»

Der Anspruch müsse sein, alle Wilerinnen und Wiler mit Informationen zu versorgen, ungeachtet der sozialen Schicht oder des Alters. Ganz erreichen könne man das zwar nicht, doch durch die Kommunikation über verschiedene Kanäle sei eine Annäherung an dieses Ziel möglich. «Die Medienbranche ist im Umbruch. Das müssen wir in unserer Kommunikationsstrategie berücksichtigen», sagt Gemperle. Daher werde es Anpassungen brauchen. Nicht, weil es bisher schlecht gelaufen sei, sondern weil sich die Gesellschaft verändere. Wie diese Anpassungen aussehen werden, kann Gemperle nach nur vier Tagen in der neuen Stelle noch nicht beantworten.

Zuerst müsse er sich noch mit der Stadt und ihren Gegebenheiten vertraut machen. Doch die ersten Eindrücke seien sehr positiv. Besonders der Hofplatz in der Altstadt hat es dem Romanshorner angetan. «Wenn man die Altstadt betritt, finde ich das immer wieder eindrücklich. Man spürt förmlich die Geschichte dieses Orts.» Er sei motiviert, die Stadt in den nächsten Wochen genauer kennenzulernen. Wohnen wird der Familienvater und leidenschaftliche Turner weiterhin in Romanshorn.


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