Der Klassiker bleibt ungeschlagen

FLAWIL ⋅ Der heutige Valentinstag ist einer der wichtigsten für «Blumenheini» und «Blumen Belser». Die Zuständigen über die Vorbereitung, das Kundenverhalten und die beliebtesten Geschenke.
14. Februar 2018, 05:21
Angelina Donati

 

Bei «Blumen Belser» steckten die Mitarbeiter gestern inmitten der Vorbereitungen für den heutigen Tag. Ein Mehrfaches an Blumen wird gerüstet, zum Strauss gebunden oder zum Gesteck arrangiert. Zum Durchatmen bleibt kaum Zeit. Um all die Arbeit bewältigen zu können, wurde das Team um zwei Personen aufgestockt, wie Firmeninhaber Urs Belser sagt. Die Filiale in Flawil hat heute sogar über die Mittagszeit offen.

Auch «Blumenheini» ist auf einen Ansturm gewappnet und bietet ein grösseres Sortiment an als üblich. Seit gestern hilft in der Filiale in Flawil eine zusätzliche Floristin mit. «Wir sind gespannt auf diesen Tag und freuen uns sehr darauf», sagt Selina Hinterberger, Filialleiterin «Blumenheini» in Flawil. Für den Blumenladen, der bereits in Degersheim und Nesslau besteht, ist es der erste Valentinstag. «Erfahrungsgemäss kaufen an diesem Tag mehr Männer bei uns ein als an anderen Tagen», sagt Selina Hinterberger. Aber auch Frauen nutzen diesen besonderen Tag, um ihrem Liebsten eine Freude zu machen. Am beliebtesten sei nach wie vor die rote Rose. Der Klassiker, der weiter ungeschlagen bleibt. «Der Symbolik wegen fällt die Wahl gerne auf rote Rosen. Die Gefühle können damit ohne viele Worte ausgedrückt werden.» Auch bei «Blumen Belser» sind «rote Rosen, aber auch weisse, am beliebtesten».

Als Startschuss in den Frühling wählen die Kunden von «Blumenheini» immer öfter auch Blumen mit einem zarten Duft, etwa Freesien oder Hyazinthen. Oder die Rose Red Naomi – die in den Augen Selina Hinterbergers das Tüpfelchen auf dem «i» ist. «Diese Rose ist nicht nur für ihre ausgezeichnete Qualität bekannt, sondern auch für ihren subtilen und süsslichen Duft.»

Auch Freunde und sich selber beschenken

Der Valentinstag gehört allerdings nicht nur den Verliebten. «Es ist auch der Tag der Freundschaft», sagt Selina Hinterberger. So sei es gang und gäbe, dass Frauen sich in den Laden begeben, um ein «Rösli» oder eine kleine Topfpflanze für ihre beste Freundin zu kaufen. Auch Kunden, die sich selbst beschenken, seien keine Seltenheit. «Meistens aber kommen sie nicht am Valentinstag zu uns, sondern am Tag davor oder danach», erzählt Selina Hinterberger. «Blumenheini» achte allerdings darauf, dass die Kunden im Ladenlokal vor lauter Herzen und Liebesbotschaften nicht erdrückt werden. Nicht jedes Pflänzli und jeder Strauss wird laut der Filialleiterin mit einem Herz geschmückt. Ausserdem werde eine dezente und natürliche Dekoration gewählt.

Blumen für Mitarbeiter und Restaurantgäste

Bei «Blumen Belser» wurde in jüngster Zeit ein neuer Trend festgestellt. Nebst dem, dass zahlreiche Kunden die Blumengrüsse an den Arbeitsplatz des Beschenkten liefern lassen, würden auch immer mehr Geschäftsleitungen alle ihre Mitarbeiter beschenken. «Die Männer erhalten eine orangefarbene Rose, die Frauen pinkfarbene», sagt Urs Belser. Auch Bestellungen für Restaurants nehmen bei «Blumen Belser» zu. «Jedem Gast wird nach dem Besuch eine Rose überreicht.»

Wie die Wahl des Kunden auch immer ausfallen mag: Der 14. Februar gehört für Floristen zu den wichtigsten Verkaufstagen. «Es ist der zweitwichtigste Tag», sagt Urs Belser. Der Nummer Eins kommt der Valentinstag zwar nahe, diese bleibt aber ungeschlagen: der Muttertag.


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