Spenden für den Klostergarten

Ganz weltliche «good news» ereilten am Samstagvormittag die Nonnen des Dominikanerinnenklosters St. Katharina: der Freundeskreis des Klosters spendet 30 000 Franken für die Instandstellung des Klostergartens.
18. Mai 2009, 01:04
Christof Lampart

Insgesamt 30 000 Franken spendete der Freundeskreis des Klosters für den Umbau des Klostergartens. Dies gab der Hausarchitekt des sich gegenwärtig in der vierten von fünf Umbauetappen befindenden Klosters, Josef Leo Benz, an der ersten Mitgliederversammlung des «Freundeskreises Kloster St. Katharina Wil» bekannt, die am Samstagvormittag vor rund achtzig Vereinsmitgliedern in der Aula des Schulgebäudes St. Katharina abgehalten wurde.

Wasser kommt zurück

Der Plan sieht einerseits vor, dass der in den Klostergarten hineinragende Treppenturm abgerissen werden soll. Dieser zerstört die Symmetrie des Gartens und wurde Ende des 19. Jahrhunderts errichtet. Heute wird der Treppenturm nicht mehr gebraucht. Andererseits soll das Niveau des Klostergartens wieder um einen halben Meter aufs ursprüngliche Niveau angehoben werden. 1894 wurde beim Turmbau das Niveau gesenkt, weil der Boden sehr feucht war. Zugleich soll aber auch die Zisterne in der Mitte des Klostergartens wieder offen gelegt und «aktiviert» werden. «Die Schwestern wünschen sich, dass das Wasser im Garten wieder eine zentrale Rolle spielt», so Benz. Vom Verein wurden für diese Arbeiten 30 000 Franken zugesagt. Dies sei, so Co-Präsident Tony Vinzens, möglich, da die Vereinskasse «gut gefüllt» sei.

Doch damit waren der Wünsche noch nicht alle: Im Namen der Schwesternschaft bat Priorin Simone Hofer die Anwesenden um vermehrte Mithilfe bei alltäglichen Arbeiten. Die alternde Gemeinschaft von nunmehr noch 17 Nonnen sei immer mehr auf die Stütze von aussen angewiesen. Hofer erwähnte dabei Freiwilligenarbeiten wie Chauffeurdienste (Arztbesuche, Einkäufe, Ferien), Gartenarbeit, die Anbetung an Herz-Jesu-Freitagen, Reinigungsarbeiten, handwerkliche Begabungen und auch die Organisation der Jahresbegegnung im Klostergarten, die – allerdings nur bei schönem Wetter – am Samstag, 4. Juli (Verschiebedatum: 19. September), über die Bühne gehen wird.

Hilfe und Freundschaft

Wer will, kann sich beim Kloster melden und sich in eine Liste für eine oder mehrere Tätigkeiten eintragen lassen. «Mit der Mithilfe im Kloster kann vielleicht nicht nur eine abstrakte Freundschaft im Sinne der Vereinszugehörigkeit entstehen, sondern eine konkrete Freundschaft von Person zu Person, von Schwestern zu Vereinsmitgliedern, aber auch zwischen den Vereinsmitgliedern», äusserte Vinzens eine Hoffnung.

Massiv höherer Finanzbedarf

Derweil macht nicht nur der Umbau des Klosters Fortschritte, die Arbeiten sollten bis zur nächsten Jahresversammlung des Freundeskreises abgeschlossen sein, sondern auch das Loch in der Kasse wird immer tiefer. Priorin Simone Hofer räumte ein, dass aus dem ursprünglichen Finanzbedarf von vier nun eher sechs Millionen Franken geworden seien. Bei einem 400 Jahre alten Bau, wie es das Kloster nun einmal sei, sei man nicht vor grossen und kostenintensiven Überraschungen gefeit. Vinzens forderte die Mitglieder dazu auf, noch mehr Mitglieder anzuwerben und somit den Kreis jener zu vergrössern, die das Dominikanerinnenkloster ideell und finanziell unterstützen.


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