Vorwärtsstrategie an der Seveler Histengasse

SEVELEN ⋅ Mit der Erstellung eines Heizverbundes und der Sanierung von Haus Nummer 70 an der Histengasse packt die Ortsgemeinde Sevelen anstehende Aufgaben an. Die Bürger genehmigten Rechnung und Budget.
15. April 2018, 14:49
Adi Lippuner

Ortsgemeindepräsident Peter Engler konnte am Freitagabend 78 Ortsbürger zur Rechnungsgemeinde begrüssen. Er erläuterte den Anwesenden die Pläne zum Haus Nummer 70 an der Histengasse. Dort soll im Erdgeschoss die Schmiede mit einigen Einrichtungsgegenständen erhalten bleiben, im heute als Keller verwendeten Raum ist die Einrichtung eines Sitzungszimmers geplant und im Obergeschoss wird es, sofern die Pläne vom Denkmalamt in St. Gallen genehmigt werden, zwei Wohnungen mit je dreieinhalb Zimmern entstehen.

Das Projekt sei ausgearbeitet und das bei der Gemeinde eingereichte Baugesuch genehmigt. «Nun benötigen wir noch die Zustimmung aus St.Gallen,» so Peter Engler. Die ersten Signale seien positiv, doch es gelte abzuwarten, wie der schriftliche Entscheid ausfalle. Und zur vorgesehenen Heizungssanierung war zu erfahren, dass der Verwaltungsrat der Ortsgemeinde vom ursprünglichen Plan, Einbau von Gasheizungen für die Liegenschaften Histengasse 68, 70, 72 und 74 abgekommen ist. «Wir planen die Erstellung eines kleinen Wärmeverbunds und zwar noch im laufenden Jahr.» Dieser werde mit Pellets betrieben, betonte der Präsident. 
 

Rechnung und Budget genehmigt

Die Investitions- und die laufende Rechnung, bei ersterer resultierte ein Ausgabenüberschuss von gut 147 000 Franken, die laufende Rechnung schloss mit einem Einnahmenüberschuss von rund 140 540 Franken ab, wurden diskussionslos genehmigt. Die Erklärungen, Sanierung Mehrfamilienhaus an der Calandastrasse, abgerechnet über die Investitionsrechnung war einleuchtend.

Engler: «Bis zur baulichen Sanierung war das Objekt nicht gerade anschaulich. Um mit dem Angebot auf dem Markt mithalten zu können, war eine Renovation der Fassaden und Balkone nötig. So bleiben unsere Wohnungen attraktiv.» Die Ortsgemeinde besitzt 29 Mietwohnungen, davon sind aktuell 28 vermietet. «Im Berichtsjahr gab es einige Mieterwechsel und damit verbunden Leerstände.» Wegen des neuen Rechnungsmodells, welches ab kommendem Jahr nun definitiv umgesetzt werden muss, rief Peter Engler alle Vereinsverantwortlichen auf, ihre schriftlichen Gesuche um Beiträge bis Oktober einzureichen. «Wir dürfen nur auszahlen, was budgetiert wurde.»
 

«Sorgenkind» Energieholz

Obwohl Andreas Eggenberger, Betriebsleiter der Grabus (Forstgemeinschaft Grabs, Buchs, Sevelen) in seinem Jahresbericht vom «Sorgenkind Energieholz» schrieb, konnte die Rückerstattung der Försterkosten an die Ortsgemeinde zu 100 Prozent vorgenommen werden. «Wir budgetieren jeweils mit 70 Prozent, sind aber glücklich, wenn das Resultat besser ausfällt, betonte Engler. Insgesamt positiv sehen die Ortsbürger auch den geplanten Kauf der Liegenschaft «Ochsen» in der Seveler Kernzone (der W&O berichtete am 12. April darüber). Der faire Kaufpreis und die Chance, das Restaurant zu erhalten, habe den Verwaltungsrat der Ortsgemeinde zu raschem, aber nicht unüberlegtem handeln bewogen, so der Präsident. Und bezüglich Hotel Drei König, dem auch der Gemeindesaal angebaut ist, war zu hören: «Die Chancen, dass das Restaurant jemals wieder eröffnet wird, stehen schlecht.»

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