Gruppensieg liegt drin

PYEONGCHANG ⋅ Ein Gruppensieg liegt für die Schweizer Eishockeyspieler an Olympia durchaus im Bereich des Möglichen. Für eine Medaille wird es aber wohl nicht reichen.
15. Februar 2018, 06:00
Robert Kucera

Ramon Untersander ist der einzige Olympionike der Region, der in Pyeongchang in einer Mannschaftssportart antritt. Der Verteidiger kann das Schicksal und das Abschneiden der Schweizer Nationalmannschaft direkt beeinflussen – als kreative Kraft in der Angriffsauslösung, mit einem satten Schuss aus dem Hinterhalt, aber auch in der eigenen Zone mit gutem Stellungsspiel und im Duell Mann gegen Mann um den Puck. Und doch ist er auf funktionierendes Teamwork auf dem Eis angewiesen, um zum Erfolg zu kommen.
 

National erfolgreich

Erfolg und Ramon Untersander – das passt. Zwei Saisons spielt er nun beim SC Bern, in beiden Jahren durfte er den Schweizer Meistertitel feiern. Der Grabser ist nicht nur zur Teamstütze bei den Bernern gereift, er hat sich auch seinen Platz in der Nati erkämpft.

Auf Grund der Tatsache, dass die besten Spieler der Welt, jene aus der nordamerikanischen NHL, am Olympischen Turnier nicht teilnehmen dürfen, werden der Schweiz Medaillenchance eingeräumt. Die «Eisgenossen» werden zwar ebenso einige Top-Cracks schmerzlich vermissen.

Doch anderen Nationen geht viel mehr Know-how verloren. Es lockt sogar der Gruppensieg und somit die direkte Qualifikation für die Viertelfinals. Denn Kanada und Tschechien liegen den Schweizern seit Jahren, Südkorea darf schlicht kein Prüfstein sein.
 

Keine Medaille, dafür in den NHL-Notizblöcken

Des W&O-Sportredaktors Tipp: Auch ohne Gruppensieg wird die Schweiz via Playoff-Qualifikation die Viertelfinalspiele erreichen. Doch dann ist Feierabend. Kein Halbfinal, keine Medaillen. Dafür zittern die SC-Bern-Fans um ihren Top-Verteidiger. Denn Untersander schafft es in die Notizblöcke der omnipräsenten NHL-Scouts. (kuc)

Ramon Untersander twittert aus Korea: 

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