Jugendpark ist finanziell gesichert

BUCHS ⋅ Die Initianten des Jugendparks haben erfolgreich Geld gesammelt. Nun wird das Baugesuch eingereicht. Es bleibt die Hoffnung, dass die Anlage im Sommer oder spätestens im Herbst eröffnet werden kann.
08. Februar 2018, 15:39

Heini Schwendener

Auf dem SBB-Areal am Bunkerweg in Buchs, unter und neben der SBB-Unterführung, soll heuer ein Jugendpark gebaut werden. Das Kostendach beläuft sich auf 224000 Franken. Finanziert werden soll diese Summe durch 35000 Franken Eigenleistungen der Jugendlichen, durch einen Beitrag der Stadt Buchs und der Rest über Sponsorenbeiträge. Die Budget-Bürgerversammlung der Stadt Buchs hat Ende November 2017 einen Beitrag von 70136 Franken an den Jugendpark bewilligt (der W&O berichtete). Im Jugendpark wird es eine Grünfläche und Anlagen für Parkour und Street Workout geben.

(rubenparkour/youtube)

Inzwischen haben die Initianten des Jugendparks finanzielle Zusagen von etwa 210000 Franken. Dabei fällt auf, dass es kein Geld von Stiftungen gab – weil diese entweder keine Infrastrukturvorhaben unterstützen oder weil Beiträge für den Jugendpark nicht mit dem Stiftungszweck vereinbar sind.


«Uns fehlt trotzdem nur noch jene Summe, die wir als Reserven eingeplant haben», sagt Arsim Hajdarevic vom Kompetenzzentrum Jugend (KOJ) Buchs auf Anfrage des W&O. Hajdarevic begleitet die Jugendlichen bei ihrem Projekt. «Wir können nun also den Jugendpark realisieren. Die Stimmung in der Gruppe ist darum natürlich sehr gut», weiss der KOJ-Mitarbeiter.

 

Baugesuch geht nun zuerst an die Grundeigentümerin

Trotzdem können die Baumaschinen nicht sofort auffahren. Bei der Planung habe es wegen gesundheitlicher Probleme eines Zuständigen Verzögerungen gegeben, so dass ein Architekt konsultiert werden musste, um die Arbeiten ohne zu grossen Zeitverlust abschliessen zu können. Die SBB als Grundeigentümerin haben den Projektverantwortlichen mündlich die Zusage erteilt, dass sie ihr Vorhaben umsetzen können. Das Baugesuch werde den SBB in diesen Tagen zugeschickt, sagt Arsim Hajdarevic. Mit der Unterschrift der SBB wird danach das Baugesuch bei der Stadtverwaltung eingereicht. Wie lange es geht, bis die Baubewilligung vorliegt, ist schwer abzuschätzen. Es hängt auch davon ab, ob es Einsprachen gibt.


Im Herbst 2017 haben die Jugendlichen mit einem Suppentag die Bevölkerung und die Anwohner mit ihrem Projekt vertraut gemacht. Man habe dabei viel Wohlwollen verspürt, erzählt Hajdarevic, «die meisten Leute sind überzeugt, dass dieser Park eine Aufwertung für Buchs darstellen wird.»


Die Projektgruppe hofft nun, dass es keine Einsprachen gegen ihr Baugesuch gibt. Dann könnte baldmöglichst mit den Bauarbeiten begonnen werden, so dass der Jugendpark noch vor den Sommerferien, spätestens aber bis Oktober eröffnet werden kann.
 

Grünzone, Street Workout und Parkour

Der Verein You speak – Jugendrat Buchs versteht sich als Sprachrohr der 18- bis 25-Jährigen. Schon lange hegt der Verein Pläne für einen Jugendpark. In Zusammenarbeit mit anderen Jugendgruppen, begleitet vom KOJ und unterstützt von der Jugendkommission der Stadt Buchs wurde ein Projekt für einen Jugendpark erarbeitet. Auf der rund 1000 Quadratmeter grossen Fläche am Bunkerweg sollen eine Grünzone sowie Bauten bzw. Gerätschaften für die nicht wettkampforientierten Sportarten Street Workout und Parkour entstehen. Street Workout ist ein kreatives Kraft- und Ausdauertraining mit dem eigenen Körpergewicht. Das funktionale Training ist nicht nur ein Sport, sondern ein Lifestyle. Parkour bezeichnet eine Fortbewegungsart, deren Ziel es ist, nur mit den Fähigkeiten des eigenen Körpers möglichst effizient und direkt von Punkt A zu Punkt B zu gelangen. Hindernisse, die im Weg stehen, müssen dabei überwunden werden. Auch Parkour ist kein Wettbewerbssport. Im Vordergrund steht die individuelle Stärkung der körperlichen Leistung und des Geistes. In Buchs gibt es seit 2007 die Gruppe Free Parkour, die ihr Können schon in der TV-Show «Grösste Schweizer Talente» präsentieren konnte. (she)


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