Der Aufstieg ist greifbar nah

VOLLEYBALL ⋅ Der VBC Werdana Buchs gewinnt das Spitzenspiel gegen Arosa souverän mit 3:0. Damit ist Buchs nur noch einen Sieg vom definitiven Wiederaufstieg entfernt.
13. Februar 2018, 18:00
Miriam Küpper

Aufregung und Vorfreude lagen beim Spitzenkampf Buchs gegen Arosa in der Luft. Für Arosa bat das Spiel die letzte Möglichkeit, um sich für den Aufstieg in die 3. Liga noch einmal ins Gespräch zu bringen. Die Buchserinnen hingegen, die sich mit einigem Abstand auf ihre Verfolger an die Tabellenspitze gesetzt haben, konnten mit etwas weniger Druck in die Partie starten. Der Druck, der auf Arosa lastete, machte sich gleich zu Anfang bemerkbar. Die Spielerinnen gaben ein hohes Tempo vor und gingen schnell in Führung.

Beim ersten Time-Out der Werdenbergerinnen steht es 15:18 – Zeit also, um die Zügel wieder in die Hand zu nehmen und koordiniert Volleyball zu spielen. Die Absprache untereinander, wer welchen Ball nimmt, funktionierte zu Beginn des ersten Satzes nämlich eher schlecht als recht. Die kurze Verschnaufpause wirkte jedoch Wunder beim Heimteam. Mit 25:21 und nur einem vergebenen Satzpunkt entscheiden sie den ersten Satz für sich.
 

Im 2. Satz gab es Probleme mit der Konzentration

Der zweite Satz fängt für das Heimteam zuerst richtig gut an: Sie liegen zwischenzeitlich mit 17:10 vorne, dank Aufschlag-Assen von Sina Wieland und hervorragenden Smashs der Spielerinnen am Netz. Die Freude hält jedoch nicht lange: Arosa holt immer mehr auf und nutzt dabei eine Schwäche der Buchserinnen nach der anderen gnadenlos aus. Die Konzentration beim VBC Werdana Buchs lässt sichtlich nach. Teamcaptain Stella Petrillo gibt zu: «Wir haben uns schon in Sicherheit gewogen», und ergänzt: «das ist seit der letzten Saison unser Hauptproblem.»
Zwar habe das Team schon hart daran gearbeitet, jedoch käme diese Schwäche gelegentlich dennoch zum Vorschein. Gerade diese harte Arbeit der Buchserinnen ist es auch, die sie letztlich nochmals vom zwischenzeitlichen 24:24 auf das Ergebnis von 27:25 bringt. Zwar vergaben sie auf dem Weg dorthin einige Satzbälle, jedoch sei dies einfach Teil des Sports: «Es ist einfach Einstellungssache, ob man sich davon verunsichern lässt oder nicht», so Petrillo. Entscheidung ist schliesslich nur der Satzgewinn und nicht der Weg dorthin.

Im dritten Satz zeigten die Werdenberger Volleyballerinnen nochmals ihre Klasse. Die Gäste wirken zunehmend verunsichert; dies nutzen die Buchserinnen sogleich aus und zwingen Arosa zu Fehlern. Mit genau platzierten Bällen zerschmettern sie schliesslich Arosas Aufstiegshoffnungen mit einem klaren 25:17. Werdana Buchs wird von den Zuschauern bejubelt und die Spielerinnen führen sogar einen Freudentanz auf. Es liegt nicht fern zu glauben, der Aufsteiger sei bereits entschieden.

Im Spiel gegen Linth geht es um den direkten Aufstieg

«Arosa ist unser stärkster Gegner und das Spiel gegen sie war unser wichtigstes bisher», bemerkt Captain Petrillo. Für sie stünden die Zeichen ganz klar auf Wiederaufstieg in die 3. Liga. Völlig gelaufen ist das Rennen um den Aufstieg jedoch noch nicht: Der VBC Linth hat erst sieben von zwölf Spielen ausgetragen und könnte somit, sofern alle Spiele mit 3:0 gewonnen werden, durchaus ebenfalls den Aufstieg schaffen. Von dieser Rechnung lässt sich Stella Petrillo nicht verunsichern: «Wir dürfen jetzt auch am Schluss nicht nachlassen, sonst kann es sicher gefährlich werden, aber jetzt feiern wir erstmal den Sieg gegen Arosa.»

Weiterfeiern dürfen die Buchserinnen vielleicht schon am kommenden Freitag, 16. Februar, wenn es beim direkten Aufeinandertreffen von Linth und Buchs um den Aufstieg geht. Mit einem Sieg stünde Buchs als vorzeitiger Aufsteiger bereits fest. «Das Spiel gegen Linth wird sicherlich anstrengend werden, aber wir gehen mit viel Freude und Spass daran.» Das zweitletzte Saisonspiel müssen sie, so Petrillo, unabhängig von den Aufstiegschancen, schliesslich noch geniessen.

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