Das Wilde in uns und um uns wird erlebbar

WERDENBERG ⋅ «Wild» lautet das Motto der 7. Schlossmediale, die vom 18.–27. Mai stattfindet. Sie bietet wiederum neue Facetten alter und neuer Musik sowie audiovisueller Kunst.
17. April 2018, 17:13

Hanspeter Thurnherr

Das Festival ergründet das Unergründliche, Unbezähmbare und Unwegsame und fragt: Wie Wild ist die Natur, wie wild sind wir? «Ein paar Schritte vom Schloss weg in die Natur – so nah ist hier auf dem Schloss das Wilde. Zugleich sind wir der Natur ausgeliefert, wie der Föhn der letzten Tage eindrücklich zeigte», sagte Mirella Weingarten, die Künstlerische Leiterin bei der Präsentation des Programms in der Landvogt-Stube im Schloss. Was bedeutet wild? Können wir damit umgehen? Oder brauchen wir den Schutz der Zivilisation? Solche Fragen untersuchen Musiker und audiovisuell arbeitende Künstler und geben hör-, sicht- und auch riechbare, ja sogar essbare Antworten.

Der Wunschkünstler kommt aufs Schloss

Mit dem ehemaligen Leiter der Ruhrtriennale, Heiner Goebbels, gelang es, einen «Künstler im Focus» ins Werdenberg zu bringen, der ganz oben auf der Wunschliste von Weingarten stand. «Als Komponist, gestalterischer Künstler und Regisseur verbindet er alles. Freiheit und Wildheit heisst bei ihm die Suche nach allen Ausdrucksformen.» Goebbels komponiert nicht nur in Noten, sondern auch in Bildern, macht Musik auch visuell erlebbar.

Doch die kommende Schlossmediale ist keineswegs nur auf Goebbels fokusiert. Zu hochkarätig sind die anderen Musiker und Gestalter, welche ein wiederum umfangreiches Programm voller Kontraste bieten. Sogar stürmisch wie zu Shakespeares Zeiten soll es zu- und hergehen, verspricht auch Kommunikationschefin Babette Karner. Weiters werden die drei Stipendiaten der Schlossmediale Patricija Gilyte, Patricia Lambertus und Georg Mann das Thema «Wild» im und ums Schloss gestalterisch umsetzen: ganz real, aber auch als Metapher.


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