Ent-deckt, ver-hüllt, ent-hüllt und ver-deckt

Fünf Künstlerinnen und ein Künstler aus der Region sorgen im Schloss für spezielle Spuren. Es nennt sich «Häutungen» und ist bis zum 30. Oktober zu sehen.
09. Oktober 2016, 17:25
Reto Neurauter

Die fünf Künstlerinnen und ein Künstler aus der Region Ent-Decken und Ver-Hüllen Mauern im Schloss und Ent-Hüllen und Ver-Decken den menschlichen Körper. Diese Spuren, die sie hinterlassen, nennt sich «Häutungen». Anna Kathrin Beck-Wörner Bösch aus St. Gallen (aufgewachsen in Buchs), Franz Bucher aus Weite, Ursula Cristuzzi-Müller aus Widnau, Nesa Gschwend aus Lenzburg (aufgewachsen in Altstätten), Gertrud Künzler aus Grabs und Barbara Nimke-Giger aus Herisau (aufgewachsen in Murg) haben sich dem Thema inhaltlich ganz unterschiedlich angenähert.

Eine eindrucksvolle Auseinandersetzung

«Die Arbeiten der sechs Kunstschaffenden sind in direkter Auseinandersetzung mit dem Schloss entstanden», erklärte Thomas Gnägi, Kurator dieser Ausstellung und Leiter Museen Werdenberg, anlässlich der Eröffnung am Freitagabend. Die Künstlerinnen und der Künstler hätten sich von den einzelnen Ausstellungsräumen inspirieren lassen.

Dabei hätten die Kälte und Nacktheit der Wände im Erdgeschoss und im Keller auf den Entstehungsprozess der Arbeiten einen ganz anderen Einfluss als die heimelig ausgestatteten Wohnräume oder der eindrucksvolle Dachstuhl mit seinem vielen Holz gehabt, so Gnägi. «Die Ausstellung zeigt nun, wie spannend es ist, wenn sich Künstler auf eine solche Auseinandersetzung einlassen.»

An der gut besuchten Eröffnung hat sich auch Saxophonist Bernhard Klas Räumen und Kunst angenähert. Ob Palaskeller, Rittersaal, Eingangshalle, das Möbelzimmer der Familie Hilty, das Hiller-Zimmer, das Turmzimmer oder die Kornkammer im Dachstock: Klas fand mit seinem subtilen Spiel jederzeit den richtigen Kontext. 3


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