Zeit der Toggenburger Derbys

FUSSBALL ⋅ In den kommenden Tagen kommt es in der Region gleich zu mehreren Nachbarduellen, die für den weiteren Verlauf vorentscheidenden Charakter haben können. Speziell im Fokus steht der 3.-Liga-Vergleich zwischen Neckertal-Degersheim und Wattwil Bunt.
12. April 2018, 05:20
Beat Lanzendorfer

Die Fussballer brauchen bereits zu Beginn der Rückrunde einiges an Stehvermögen. Durch die diversen wetterbedingten Spielabsagen Ende März/Anfang April sind in den nächsten Tagen mehrere Nachtragspartien neu angesetzt worden.
 

Drei Spiele innert acht Tagen für Bazenheid

Am 9. September des vergangenen Jahres jubelte Bazenheid über den ersten Saisonsieg. Mit 4:1 fiel er gegen Frauenfeld sehr überzeugend aus. Seither ist einiges gegangen. Während die Thurgauer mit sieben Punkten aus drei Spielen die Saison erfolgreich lancierten, ging es danach fast nur noch abwärts. Sie benötigen dringend Punkte, um nicht weiter in den Abstiegssog zu geraten. Ganz anders die Alttoggenburger. Im gesicherten Mittelfeld klassiert, können sie ohne Druck aufspielen. Bevor es in einer Woche zum Vergleich gegen Spitzenreiter Linth 04 kommt, steht unter der Woche noch die Nachtragspartie gegen Chur 97 auf dem Programm.
 

Für die Bütschwiler wird die Lage kritisch

Verrückt, was die Zuschauer am 13. September zu sehen bekamen. Da schiessen die Bütschwiler in Schmerikon vier Tore, um am Ende den Platz doch als Verlierer zu verlassen (4:6). Die gut verlaufene Vorbereitung zur Rückrunde ist ebenfalls Makulatur. Nun muss gegen Schmerikon endlich ein positives Resultat auf den Tisch. Die Mannschaft kann sich nicht auf andere verlassen, sie muss selber ihren Beitrag leisten, um den Ligaerhalt zu schaffen.
 

Neckertal-Degersheim und Wattwil Bunt im Vergleich

Mit 24 Punkten hat Wattwil Bunt eine überzeugende Vorrunde hingelegt. Das 0:2 in Henau war ein Dämpfer, der durch das 3:2 gegen Eschenbach aber wieder wettgemacht worden ist. Nun erwartet die Rüeger-Elf am Samstag in Necker ein heisser Tanz. Gastgeber Neckertal-Degersheim hat sich den gröbsten Abstiegssorgen entledigt und möchte dem Favoriten ein Bein stellen. Zudem will sich der Aufsteiger für die 1:2-Vorrundenniederlage revanchieren.
 

Kirchberg – vom Jäger zum Gejagten

«Nach dieser Vorrunde kann das Ziel nur Aufstieg lauten», erklärte Andreas Breitenmoser, Sportchef beim FC Kirchberg. Seit seiner Aussage ist es noch besser gekommen. Die Sonnmatt-Elf liegt nach dem Sieg gegen Henau II und der gleichzeitigen Wiler Niederlage an der Tabellenspitze. Nun warten auf die Mannschaft zwei heikle Hürden, bei der sie sich nur selber im Weg stehen kann. Weil es sich in beiden Fällen um Derbys handelt, sind Überraschungen nicht ausgeschlossen. Zuerst kommt Bütschwil II am Samstag auf die Sonnmatt, vier Tage später macht Wattwil Bunt 2a seine Aufwartung. Gegen beide Gegner erzielten die Kirchberger in der Vorrunde insgesamt elf Tore.
 

Ebnat-Kappel befindet sich in Lauerstellung

Der Ebnater Sieg in Wil war erhofft worden, selbstverständlich war er nicht – für den weiteren Verlauf aber eminent wichtig. Mit 25 Punkten liegen die Obertoggenburger nur zwei Längen hinter Leader Kirchberg. Ein weiterer Pluspunkt ist die positive Fairnesswertung. In dieser hat Ebnat-Kappel gegenüber Kirchberg und Wil die Nase vorn. Nächster Gegner, den es möglichst ohne Karten zu schlagen gilt, ist Wattwil Bunt 2a am Samstagnachmittag.
 

Bei den Frauen ist die Luft etwas draussen

Etwas schade, dass das Aufstiegsrennen schon vorbei ist, bevor es so richtig begonnen hat. Nun geht es für Neckertal-Bütschwil immerhin noch darum, Platz 2 zu verteidigen. Am Sonntag empfangen die Frauen auf der Bütschwiler Breite Linth 04.

Etwas mehr Sorgen hat Ebnat-Kappel. Mit dem Ligaerhalt müsste es aber schon klappen. In den kommenden Tagen sollten gegen Ems Punkte möglich sein. Gegen Appenzell, den souveränen Spitzenreiter, am nächsten Dienstag wohl eher nicht.


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