Stelzstrasse soll der Firma weichen

KIRCHBERG ⋅ Die Verkehrsführung im Industriegebiet Stelz könnte sich in absehbarer Zeit ändern. Die Ausbauwünsche einer Firma tangieren die bisherige Stelzstrasse.
09. Februar 2018, 06:00
Beat Lanzendorfer
Die IGP Pulvertechnik AG braucht mehr Platz. Ein Erweiterungsbau am Standort im Kirchberger Industriegebiet Stelz soll das Problem lösen. Früher gehörte das dafür vorgesehene Land aber zur Landwirtschaftszone. Zudem wird es zurzeit vom jetzigen Gebäude durch eine Strasse abgetrennt. Nun könnten jedoch bald die Bagger auffahren.Der Gemeinderat hat in Zusammenarbeit mit der Gesuchstellerin, den betroffenen Grundeigentümern, den involvierten kantonalen Stellen sowie dem Ortsplaner bereits vor vier Jahren einen Teilzonenplan sowie ein Erschliessungskonzept erarbeitet. Mit dem Teilzonenplan wurden rund 3,66 Hektaren Wiese neu der Industriezone zugewiesen. Damit konnte der IGP Pulvertechnik AG die notwendige Planungssicherheit für die definitive Entwicklung ihres Erweiterungsprojektes gewährt werden. 

Nun konnte auch die Gebietserschliessung (Strasse, Werkleitungen) detailliert geplant werden. Die weiteren Abklärungen ergaben, dass für den Ausbau des Industriebetriebes die Verlegung der Stelzstrasse notwendig ist. In diesem Zusammenhang hat der Kanton die Projektierung der Anpassung der Einfahrtsbereiche der beiden Kantonsstrassen Wilerstrasse und Fürstenlandstrasse in Auftrag gegeben. 
 

Die Stelzstrasse soll verlegt werden

An der Kreuzung Wiler-/Stelzstrasse soll eine verkehrsabhängige Lichtsignalanlage erstellt werden. Zoom

An der Kreuzung Wiler-/Stelzstrasse soll eine verkehrsabhängige Lichtsignalanlage erstellt werden.

Bei der heutigen Einmündung der Stelzstrasse in die Wilerstrasse ist ein Knotenausbau mit der Installation einer Lichtsignalanlage vorgesehen. Diese wird verkehrsabhängig gesteuert, erhöht die Verkehrssicherheit und reduziert die Wartezeiten beim Einbiegen aus dem Gebiet Stelz in die Wilerstrasse. Am anderen Ende der Stelzstrasse, an der Kreuzung Fürstenlandstrasse, wird gemäss Vorprojekt die bestehende Bushaltestelle, auf Höhe Zuber AG Metallbau, Richtung Süden verschoben und eine neue Querungshilfe mit Mittelinsel erstellt. An den Knoten wird eine selbstständige Linksabbiegespur ab der Fürstenlandstrasse ins Gebiet Stelz gebaut, um einen Unfallschwerpunkt zu eliminieren. Die heute bestehende Stelzstrasse wird im Bereich des Geländes IGP Pulvertechnik AG aufgehoben und südlich unterhalb des Fetzwaldes neu erstellt.

Als nächsten Schritt wird der Kirchberger Gemeinderat die Projektierung beim zuständigen kantonalen Tiefbauamt in Auftrag geben. Anschliessend erhalten die betroffenen Grundeigentümer im Rahmen des Anzeige- und Auflageverfahrens Gelegenheit, zum Projekt Stellung zu nehmen und allenfalls Einsprache zu erheben. Die Pläne können bei der Ratskanzlei Kirchberg eingesehen werden. Laut Gemeinderatsschreiber Magnus Brändle sei es zum heutigen Zeitpunkt schwierig, einen Zeitrahmen abzustecken. «Das Ziel wäre es, Mitte 2019 mit den Bauarbeiten zu starten.»

Firmenjubiläum

1968 gegründet, feiert die IGP Pulvertechnik AG 2018 ihr 50-Jahr-Jubiläum. Erster Produktionsstandort war Bazenheid. 20 Jahre nach der Gründung erfolgte im Jahre 1988 der Umzug an den heutigen Standort im Industriegebiet Stelz. Mit europaweit 400 Mitarbeitern werden qualitativ hohe Pulverlacklösungen entwickelt. Das international tätige Unternehmen ist in rund 40 Ländern präsent und erwirtschaftet dabei einen jährlichen Umsatz von rund 130 Millionen Franken. (bl)


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