Arthur – das Toggenburger Kunst-Chamäleon

Derzeit steht der Campingwagen noch in Wattwil. In Kürze wird er nach Lichtensteig zügeln. Es ist das Maskottchen und der Werbeträger für die Kunst-Aktionen des Vereins Kunsthalle Toggenburg. Deren nächste Aktion: Am 12. September wird in Dietfurt ein Traktor zerlegt.
26. August 2009, 01:05
Hansruedi Kugler

Toggenburg. Eigentlich ist Arthur nur ein alter Campingwagen. Seit er zum Maskottchen der Kunsthalle Toggenburg wurde, sieht man ihn jedes Jahr in einer anderen Farbe herumstehen. So wandlungsfähig die Ausstellungen der Kunsthallen-Aktivisten, so chamäleonartig Maskottchen Arthur wechselt nämlich jedes Jahr seine Farbe.

Rosa, orange, grün

Beim erstmaligen Auftritt erschien er 2007 ganz in rosa, was skeptische Zuschauer zur legendären Frage bewog, ob Arthur schwul sei. Arthur wies aber lediglich auf die Ausstellung auf der Iburg. Ein Jahr später hatte er sich im Signal-Orange präsentiert. Denn der Kunstnomade hatte in den Wartesälen von Toggenburger Bahnhöfen Station gemacht. Dieses Jahr taucht er plötzlich grasgrün in der Öffentlichkeit auf. So grün wie die Fendt-Traktoren waren. Das Grün soll auf das Thema der kommenden Ausstellung hinweisen. Arthur hält seit vier Jahren das Toggenburger Kunstleben mit unkonventionellen Ausstellungen in Schwung. Was die kommende Ausstellung mit Kunst zu tun hat, wird man erst sehen.

Traktoren zerlegen

Zum vierten Mal findet im Herbst 2009 eine Ausstellung in bislang unbespielten Räumen im Toggenburg statt. Die nächste Station ist die unter Heimatschutz gestellte Rittberghalle in Dietfurt. Die 575 Quadratmeter grosse Halle mit ihren 22 Säulen, direkt an der Thur und im Grünen gelegen, soll unter dem Arbeitstitel: «Sieben Diktatoren auf sieben Traktoren» ein Traktor zerlegt werden.

Kunsthalle Toggenburg Samstag, 12. September, ab 6 Uhr morgens, Rittberghalle Dietfurt

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