Verbunden mit der Welt

WEINFELDEN ⋅ 200 geladene Gäste, Angehörige und Mitarbeiter feierten am Freitag das 125-Jahr-Jubiläum der Stiftung Vivala, des ehemaligen Friedheims, im Thurgauerhof.
18. September 2017, 07:37
Manuela Olgiati

Manuela Olgiati

weinfelden

@thurgauerzeitung.ch

«Unser Auftrag besteht nicht ­darin, eine eigene Welt zu bilden, sondern in die Welt hinaus zu gehen und das Verbindende zu suchen.» Mit diesen Worten von David Siddiqui, dem Geschäftsleiter der Stiftung Vivala, begann das grossartige Jubiläumsfest. 125 Jahre nach der Gründung ­gehört die Stiftung in Weinfelden mit 200 Mitarbeitenden zu den führenden Institutionen im Thurgau. 100 Menschen mit geistiger oder körperlicher Beeinträchtigung werden hier betreut und gefördert. «Das Jubiläumsjahr, das verschiedene Programmpunkte beinhaltete, hallt noch nach», freute sich Stiftungsratspräsident Martin Vock. Es folgten Fest­ansprachen und eine Diskussion unter der Leitung von TZ-Redaktor Mario Testa. «Der Mensch steht im Mittelpunkt», sagte ­Regierungsrat Jakob Stark. Menschen mit Beeinträchtigungen gut zu integrieren, koste etwas. Martin Füllemann, Geschäftsleiter Finanzen und Dienste, bedankte sich für Spenden, die es ermöglichen würden, besondere Anschaffungen zu tätigen.

Die grösste Arbeitgeberin

Der Weinfelder Gemeindepräsident Max Vögeli sprach von der «Grande Dame», der Stiftung Vivala als grösste Arbeitgeberin in Weinfelden. Sie biete vielen Menschen eine zweite Heimat. Nationalrat Christian Lohr betonte die besonderen Bedürfnisse von gleichwertigen Menschen. In der Diskussion beantworteten die Mitglieder der Geschäftsleitung mit David Siddiqui, Martin Füllemann, Katja Stalder Kaiser sowie der Stiftungsratspräsident Martin Füllemann und die Mitarbeiterinnen Anita Debrunner und Sabrina Fässler Fragen des Moderators. «Es laufe rund in der Stiftung», sagte Stalder. Dem Team bereite die Arbeit Freude. Dass sich die Menschen im «Vivala» wohlfühlen, wurde auch mit einer Filmpremiere deutlich ­gemacht. Berührende und nahe Aufnahmen hat der 21-jährige Filmemacher Jann Kessler im Film «Vivala – ein filmisches Porträt» zusammengestellt. Er zeigte sich dankbar für diese Erfahrung. Für Heiterkeit an diesem Abend sorgte der Stimmentänzer Martin O. als Solist mit seinem «Symphonium Orchester». Der Wort- und Stimmakrobat hatte auch Jubiläumslieder vorbereitet. Ein weiterer Höhepunkt war mit dem Auftritt «Clown-Syndrom» von Olli Hauenstein und Eric ­Gadient garantiert.


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