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Tagblatt Online, 21. Mai 2012 01:04:00

Nur die Stechmücken waren schneller

2. Wigoltinger Abendlauf von Run Fit Thurgau bei der GSA Heckenmoos in Wigoltingen TG Zoom

Der Wald bietet für Teilnehmer Gerhard Klarer eine kühle Abwechslung auf der fünf Kilometer langen Strecke. (Bild: Rudolf Steiner)

Beim Wigoltinger Abendlauf nahmen rund 90 Läuferinnen und Läufer die fünf Kilometer lange Laufstrecke beim Heckenmoos in Angriff. Weniger als die Distanz machten den meisten die wild zustechenden Mücken zu schaffen.

RUDOLF STEINER

WIGOLTINGEN. Die Bedingungen beim 2. Wigoltinger Abendlauf am Freitag waren ideal. Nicht so kalt wie am Mittwoch und auch nicht so lähmend heiss wie eine Woche zuvor, als Hitzerekorde für den Maianfang gebrochen wurden.

Stechmücken als Schrittmacher

Einzig das sich gleich neben dem Startgelände liegende Moos, von dem das Gebiet auch den Namen hat und anscheinend ein ideales Brutgelände für Stechmücken ist, sorgte beim Veranstalter Run Fit Thurgau und den meisten Teilnehmern für Unruhe und hektische Abwehrversuche. Denn Tausende von hungrigen Moskitos fielen über die Organisatoren und die sich im Startgelände warmlaufenden Wettkämpferinnen und Wettkämpfer her. Da nützten weder wild um sich schlagen noch möglichst schnell laufen etwas, denn Stechmücken haben eigentlich nur eines im Sinn: wahllos zustechen und Blut saugen. Trotzdem wagten sich an diesem Abend gegen 90 Teilnehmer auf die fünf Kilometer messende und 80 Meter Höhendifferenz aufweisende Strecke südlich der GSA Heckenmoos. Die mehr oder weniger flache Strecke wies allerdings beim Aspiholz, am Rappenberg und beim Buchgründel drei kurze, aber giftige Steigungen auf.

Für viele Teilnehmer war der Lauf durch den kühlen Wald die letzte Disziplin des Dreikampfs, der aus Schiessen, Handgranatenwerfen und dem Fünf-Kilometer-Lauf besteht. «Bis vor zwei Jahren wurde der Wettkampf von einer UOF-Gruppe in Amriswil durchgeführt», erklärt OK-Chef Felix Schenk aus Wigoltingen. Der 48-Jährige bietet an diesem Abend fast eine Einmannshow: Schenk ist OK-Präsident, schickt zusammen mit Priska Levi die Läufer auf die Strecke, absolviert dazwischen selbst den Wettkampf, stellt dabei mit 17.43 Minuten die Bestzeit auf und gewinnt den Dreikampf mit fast 200 Punkten Vorsprung.

Und wie alle anderen Teilnehmer erhält auch er bei der Rangverkündigung als Anerkennung ein Paar Laufsocken. Dass Schenk, der daneben auch noch Vizepräsident von Run Fit Thurgau ist, zum Abschluss der Veranstaltung in der Schützenstube der Gemeinschaftsschiessanlage auch noch selbst die Rangverkündigung durchführt, ist für ihn schon fast selbstverständlich. Und ebenso selbstverständlich vergisst er dabei – obwohl Tagessieger –, sich selbst zu erwähnen.

Unsichere Zukunft

Wie lange die Veranstaltung allerdings noch durchgeführt wird, kann auch er nicht sagen. «Momentan sind noch vier Veranstalter, die diesen Dreikampf mit militärischem Ursprung durchführen und viele Teilnehmer sind schon im Seniorenalter», erklärt Schenk. Wenn ein weiterer Veranstalter aufgibt, ist auch der Wettkampf in Wigoltingen kein Thema mehr. «Ob wir dann den Abendlauf allein durchführen, kann ich im Moment noch nicht garantieren», sagt Felix Schenk.




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