Tagblatt Online, 11. August 2012 01:35:00
Marinierte Haxen zum Ferienausklang
Nur fröhliche Gesichter am Weinfest: Getränkehändler Michael Städler, Gerichtspräsident Pascal Schmid und Maria Suter vom «Eigenhof». (Bild: Margrith Pfister-Kübler)
WEINFELDEN. Im «Eigenhof» in Weinfelden hat am Donnerstagabend das traditionelle Weinfest begonnen. Diesmal ohne Sabrina Bornhauser, die im «House of Switzerland» in London kocht.
MARGRITH PFISTER-KÜBLER
Die Stimmung am Donnerstagabend war urgemütlich. Der Weinfelder Musiker Christoph Hartmann freut sich, dass er nach seinem Unfall bald wieder Gitarre spielen kann: «Jetzt stehe ich halt als DJ im Einsatz. Mit Oldies und Schlagern. Für mich ist dies einfach ein tolles Fest.» Wein, Schweinshaxen, Risotto, Kartoffelsalat – ein klares, festes Ritual. So wollen es die Besucher. «Jetzt ist es aber zu heiss, um Wein zu trinken. Ich trinke bei diesen Temperaturen lieber Bier», gesteht Pascal Schmid, Weinfelder Bezirksgerichtspräsident. Mit seiner Auffassung ist Pascal Schmid kein Einzelfall. Der Akt des Weintrinkens wird auf die Stunden verlegt, wo die Kühle der Nacht mitmischt.
Das Rezept ist geheim
Die Schweinshaxen spielen eine Hauptrolle am Weinfelder Weinfest. Genussmomente, die man nie vergisst. Grillchef Ruedi Junker erklärt, welch wichtige Rolle die Marinade spielt. «Chef Hans-Kaspar Bornhauser hat das Rezept selbst ausgetüftelt», hält er bewundernd fest. Das Rezept ist geheim. Fünf Tage liegen die Haxen in der Marinade. «Früher haben wir von Hand mariniert, heute übernimmt das eine Maschine.» Zum Gewürz-Einmaleins gehört Vorarlberger Senf. «Der ist leicht süsslich. Unsere Gäste mögen das sehr.» Phantastisch seien die Haxen, schwärmt «Onkel B», der im richtigen Leben Bruno Raymann heisst und aus Berg kommt. Er kommt jedes Jahr ans Weinfest, diesmal war er bereits am Donnerstagabend da, damit er zweimal kommen kann. Ruedi Del Pian vom Bistro Live in Weinfelden stimmt «Onkel B» begeistert zu. Zwei junge Neuzuzügerinnen, Alexandra und Melanie, lassen sich mitreissen vom atmosphärischen Sog am Weinfest und bestellen Haxen. «Uns gefällt es hier», sagen sie und lachen.
Sabrina kocht «olympisch»
Nicht dabei am Weinfest ist Sabrina Bornhauser, die Tochter von Hans-Kaspar Bornhauser, dem «Eigenhof»-Wirt. Sie hat schon die englische Queen bekocht und nimmt zurzeit an den Olympischen Spielen in London teil. Kochen ist zwar noch keine olympische Disziplin, aber Sabrina ist eine bewährte Kraft in der Crew von Starkoch Mosimann. Während der Olympischen Spiele ist «Mosimanns Party Service» im House of Switzerland für Speis und Trank zuständig.
«Nächste Woche ab Donnerstag kommt Sabrina für vier Tage zurück», freut sich Hans-Kaspar Bornhauser – damit er zum Reiten nach Davos kann. Wer mit Sabrina Bornhauser News austauschen will, muss also nächste Woche wieder kommen.
- Artikel empfehlen:










Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden.
Kommentar schreiben