Tagblatt Online, 02. Juni 2012 01:05:00
Ausbau kostet mehr als erwartet
Bauabrechnung fiel höher aus als geplant: Der sanierte Spezialtrakt im Thomas-Bornhauser-Sekundarschulzentrum in Weinfelden. (Bild: Reto Martin)
WEINFELDEN. Der Kredit von 3,3 Millionen Franken für die Sanierung und den Ausbau des Spezialtraktes im Sekundarschulzentrum Thomas Bornhauser in Weinfelden hat nicht gereicht. Die Bauabrechnung zeigt eine Überschreitung um 8,8 Prozent.
ESTHER SIMON
Gross war der Beifall der Schulbürger am Tag der offenen Tür im August. Der neue Trakt des Sekundarschulzentrums Thomas Bornhauser mit den Skulpturen der Thurgauer Künstlerin Ursula Fehr gefiel. Auch das Innere mit der Aula, der neuen Schulküche, den drei Naturlehrzimmern, dem Informatikraum und dem neuen Aufenthaltsraum kann sich sehen lassen.
«Das Projekt kann als äusserst gelungen bezeichnet werden», sagt Sekundarschulpräsident Roger Häfner-Neubauer.
Immer wieder neue Tatsachen
An der Versammlung der Sekundarschule Weinfelden vom 20. Juni im Rathaus legt die Behörde die Bauabrechnung vor. Sie zeigt, dass der Kredit von fast 3,3 Millionen Franken um 287 990 Franken überschritten worden ist, was 8,8 Prozent ausmacht.
«Eine Abweichung von plus/minus zehn Prozent kann verantwortet werden», erklärt Schulsekretär René Diethelm auf die Frage der Thurgauer Zeitung, ob diese Kostenüberschreitung nicht massiv sei. «Während einer Sanierung entstehen immer wieder neue Tatsachen, die Anpassungen erfordern», sagt Roger Häfner.
Taxis für Schüler
Es seien zusätzliche Leistungen erbracht worden, die im Baukredit noch nicht eingeplant waren. So sei, wie Diethelm ausführt, die Bodenheizung optimiert und der Lift über alle Stockwerke geführt worden. Allerdings sei ein Klinkerboden bei den Sanierungsarbeiten beschädigt worden. Und weil kein Ersatzmaterial für den 30jährigen Klinker habe herbeigeschafft werden können, habe man den Boden neu machen müssen. Die Behörde der Primarschule Weinfelden, die ihre Versammlung ebenfalls am 20. Juni im Rathaus abhält, befasst sich vor allem mit der Schulraumplanung, wie Schulpräsidentin Ingeborg Joss erklärt. Fragen erwartet sie am 20. Juni allenfalls zu der Tatsache, dass im neuen Schuljahr nicht alle Kinder in den nächstliegenden Kindergarten oder das nächstliegende Schulhaus eingeteilt werden konnten. «Die Schulbehörde sah sich deswegen gezwungen, Taxitransporte zu organisieren.» Joss: «Das ist jeweils ein sehr emotionales Thema.»
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