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Tagblatt Online, 11. März 2010 01:03:58

Zürcher spielen ihre Trümpfe aus

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Sonderschau: Tourismus und altes Handwerk, das sind die Schwerpunkte, mit denen sich das Zürcher Oberland präsentiert. (Bild: Bild: Nana do Carmo)

WEINFELDEN. Was hat ein 120 Millionen Jahre alter Saurierknochen mit 150 Käsesorten zu tun? Beide sind Bestandteile der Schlaraffia-Sonderschau des Zürcher Oberlandes, die heute abend eröffnet wird.

Esther Simon

Kaum zu glauben, dass heute abend die Weinfelder Wein- und Gourmetmesse, die Schlaraffia, eröffnet wird. Ein Augenschein einen Tag vor Messebeginn zeigt: Die überwiegende Mehrheit der 130 Aussteller hat noch gar nicht mit der Standeinrichtung begonnen. Fast fertig dagegen präsentiert sich die Sonderschau «Züri Oberland». Sie ist denn auch das Vorzeigeprojekt der diesjährigen Messe und die grösste Schau, welche die Schlaraffia in ihrem zehnjährigen Bestehen je gezeigt hat, wie Messeleiter Gregor Wegmüller stolz vermerkt.

Hinkelstein und Bachtelstein

Ohne Zweifel: Die Zürcher wollen mit den Weinfeldern flirten und deren Herzen für ihr grünes, hügeliges Land zwischen dem Greifensee im Westen, Hofstetten im Norden, Fischenthal im Osten und Rüti im Süden gewinnen. An der Schlaraffia tischen die Oberländer die besten Spezialitäten auf, die sie zu bieten haben.

Hinkelstein und Bachtelstein, Waldsberger surchoix und Jersey blue heissen die Käse, «Nobler Blauer» und «Nobler Weisser» nennen sich die Weine. Auch der Baumer Fladen kommt zu Ehren.

Speziell an der Sonderschau ist, dass die Besucher Konditoren, Käsern und Handweberinnen bei ihrer Arbeit zuschauen können. «Wir wollen eine lebendige Schau zeigen», sagt Alfred Gerber, Geschäftsführer der Tourismusregion Zürcher Oberland, «und eine vielfältige dazu.»

Tourismusregion

Um das Bild abzurunden, zeigt die Schau deshalb auch einen 120 Millionen Jahre alten Saurierknochen aus dem Sauriermuseum Aathal oder ein hölzernes 3.-Klass-Bahnabteil, das die Dampfbahn Zürcher Oberland beisteuert. Wichtig für Gerber ist, dass sich das Zürcher Oberland in Weinfelden auch als Tourismusregion vorstellen kann.

Die Wander- und Velowege seien legendär, schwärmt der Geschäftsführer des Verbandes, in dem 32 Gemeinden zusammengeschlossen sind und aus dem sich unter anderem das Label «Natürli» entwickelt hat. Zwei Jahre wurde die Schau vorbereitet, heute um 17.30 Uhr wird sie eröffnet.





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