Tagblatt Online, 03. März 2010 01:04:19
Schlaraffia hat sich etabliert
Am 11. März feiert die Weinfelder Schlaraffia bei bester Gesundheit ihren 10. Geburtstag. Das anfängliche Murren in der Bevölkerung ist endgültig verstummt.
weinfelden. 2001 war in Weinfelden die erste Wein- und Gourmetmesse Schlaraffia durchgeführt worden, nicht ohne Begleittöne. Der Termin und das Thema – Essen und Trinken – würden schlecht in die Fastenzeit passen, hiess es. Inzwischen ist die Kritik verstummt.
Kamen 2001 etwas über 3000 Besucher an die erste Messe, waren es in den vergangenen Jahren um die 10 000, Tendenz steigend. Auch die Zahl der Aussteller nahm von 106 auf 130 zu.
«Etwas eingeengt»
Im Moment stimme das Verhältnis zwischen Anzahl Ausstellern und Anzahl Besuchern, sagt Schlaraffia-Präsident Rolf Müller. Gleichwohl fühle man sich in der jetzigen Situation im Dorfkern etwas eingeengt. Ein eigenes Messezentrum fände Müller natürlich toll. «Schliesslich kosten die Zeltaufbauten ziemlich viel Geld.»
Die Schlaraffia gehöre aber vor allem auch wegen der Verbindung zu den Gastronomiebetrieben ins Dorf, betont der Verwaltungsratspräsident. Die hochstehenden Gastrobetriebe im Dorf in die Schlaraffia einzubinden sei eine der Grundideen der Messe gewesen, weiss Ernst Schönholzer, Verwaltungsrat und einer der Männer der ersten Stunde. Während der Messe bieten die Gastrobetriebe jeweils eigene Diners an. Schönholzer: «Das macht die Schlaraffia einzigartig.»
Produkte aus der ganzen Welt
Die Aussteller kommen inzwischen aus der ganzen Schweiz, aus Frankreich, Italien, Österreich, Deutschland und Ungarn. 15 Aussteller sind sogar seit 2001 dabei. Angeboten werden Produkte aus der ganzen Welt.
Die Messemacher gehen davon aus, dass jede Schlaraffia eine Wertschöpfung von rund 1,8 Millionen Franken generiert. (es)
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