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Tagblatt Online, 13. März 2010 01:01:18

Am Anfang ein Stück feuchtes Brot

Weinfelden. «Seit wann trinken Menschen Bier», fragte Diplom-Biersommelier Richard Wüst die acht Teilnehmer zum Auftakt des Bier-Workshops an der Schlaraffia. «Seit ein paar tausend Jahren», war die Antwort eines Workshopteilnehmers, womit er gar nicht so falsch lag. Denn die Sumerer brauten 5000 vor Christus aus Weizen und Gerste das sogenannte Urbier, eine trübe Brühe. Und wie bei vielen anderen «bahnbrechenden Erfindungen» half auch hier der Faktor Zufall mächtig mit.

Denn am Anfang war ein feuchtes Stück Brot, das wegen der darin enthaltenen Hefe gärte und so eigentlich das erste bierähnliche Produkt war.

Anschaulich präsentierte der Bierfachmann die verschiedenen Grundstoffe – Hopfen, Malz, Hefe und Wasser – für die Herstellung des Getränks durch die heutigen Brauereien.

Natürlich erschöpfte sich der Workshop «Bieriges Wissen für Gourmets» nicht nur auf die Vermittlung der Geschichte und Herstellung des edlen Saftes. Biersommelier Wüst, der früher als Koch arbeitete, hatte bereits einige bierige Leckerbissen und Amuse-Bouches vorbereitet. So zum Beispiel einen auf Bierbasis geräuchten Lachs auf Treberbrot, eine zu einem Knoten geformte Landbierwurst, ein in Fleischkäse eingelegtes, mit einem Spezialbier mariniertes falsches Schweinsfilet

und Spätzli auf der Basis des «Weissen Engels», ein Spezialbier aus der grössten und ältesten noch unabhängigen Schweizer Brauerei. Und als Krönung gab es eine zartschmelzende Schokolade begleitet vom «Schwarzen Bären», dem Dunkelbier aus dem Hause Schützengarten. So hatten die Workshopteilnehmer in drei Stunden nicht nur das St.

Galler Landbier, das Klosterbräu, das Säntisbier, den Weissen Engel und den Schwarzen Bären kennengelernt, sondern auch leibhaftig erfahren, dass man Bier nicht nur trinken, sondern auch zur Zubereitung feiner Köstlichkeiten in der Küche einsetzen kann. (rst)

Wiederholung heute 18 Uhr (Anmeldung info@schlaraffia-messe.ch oder 0800 857 001)




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