Schmelztiegel der guten Laune

WEINFELDEN ⋅ Bis zu 100000 Besucher kommen während fünf Tagen an die Wega. Wer pensioniert ist oder Ferien hat, kann die Messe jeden Tag geniessen. Einige nehmen sich jedoch extra frei.
30. September 2017, 05:19
Sabrina Bächi

Sabrina Bächi

sabrina.baechi

@thurgauerzeitung.ch

Bereits um elf Uhr vormittags tummeln sich viele Besucher an der Wega und schlendern durch die Gassen an den Ständen vorbei. Zur Mittagszeit sind die Schlangen an den Essensständen gross. Ganze Firmenbelegschaften vertilgen gemeinsam Fischchnusperli oder eine Bratwurst. Einige sind gar mit ihrem Geschäft an der Wega und besuchen gemeinsam die Ausstellung.

Nachmittags ist selbst unter der Woche einiges Los. Denn einige nehmen sich extra frei, um jeden Tag an der Wega zu sein. Die meisten der knapp 40 Befragten gaben an, speziell für die Wega einen oder mehrere freie Tage zu beziehen. Das nicht nur bei Weinfeldern – mehrheitlich aber bei Gästen aus der Region. Zehn Befragte gaben an, einen Tag oder zweimal einen halben Tag frei zu nehmen. Weitere fünf nehmen sich nur einen halben Tag frei. Sieben Personen hatten frei, weil sie sowieso Ferien haben. «Ich brauche keinen Freitag wegen der Wega, ich habe einfach immer zu dieser Zeit Ferien», sagen viele.

Für Wega-Besucher zählt jedoch nicht nur der Gang durch die Hallen, sondern auch das gesellige Beisammensein. Knapp zehn Personen haben sich für das ultimative Wega-Erlebnis gleich alle Tage frei behalten. Da das Wochenende dazwischen fällt, reichen drei Freitage zum vollen Wega-Genuss. Manche haben sich jedoch vier Tage frei genommen, erholen am Dienstag muss ja auch sein. Vereinzelt gibt es jedoch auch Besucher, die sich erst nach einer strengen Nacht am Freitagmorgen dazu entscheiden, besser frei zu nehmen. Die Konzentration für effizientes Arbeiten sei sowieso nicht mehr vorhanden, wenn vor dem Büro Partystimmung herrscht.

Das perfekte Wega-Wetter

Wega-Präsident Heinz Schadegg zeigte sich erfreut über die grosse Anzahl Besucher, die bereits am Donnerstag an der Messe war. «Ich habe es auch von anderen gehört, dass aussergewöhnlich viele Besucher kamen», sagt Schadegg bei einem Gang durch das Zelt der Landwirte vor dem Thurgauerhof. Er vermutet, dass es unter anderem auch mit dem Wetter zusammenhängt. «So wie am Freitagmorgen ist das Wetter perfekt.» Denn, so seine These, wenn es am Morgen regnet, geht niemand in die Berge wandern. Tut sich die Wolkendecke dann gegen Mittag auf, strömen die Daheimgebliebenen an die Wega. «Das ist vor allem für die Aussteller gut», sagt Schadegg. Denn am Abend kämen sowieso viele Festfreudige. Die Besucherzahlen in den Hallen können mit dem idealen Wega-Wetter daher merklich erhöht werden.


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