Platz für die Retter in der Not

WEINFELDEN ⋅ Im ehemaligen Feuerwehrdepot West entsteht die neue Basis für den Rettungsdienst der Spital Thurgau AG. Im März sollen die Bauarbeiten abgeschlossen sein.
22. November 2017, 07:01
Mario Testa

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@thurgauerzeitung.ch

Noch ist es eine Baustelle, bald schon aber die neue Einsatzzentrale für den Rettungsdienst der Spital Thurgau AG in Weinfelden. Das ehemalige Feuerwehrdepot West an der Gaswerkstrasse, direkt gegenüber des neuen Sicherheitszentrums, wird umgebaut. «Ende August haben wir mit den Bauarbeiten begonnen», sagt Projektleiter Thomas Gimmi vom Bauamt Weinfelden. «Unser Ziel ist es, im März fertig zu werden. Ab April laufen die neuen Mietverträge mit der Spital Thurgau AG.»

Umgebaut wird nicht das ganze Depot, sondern nur die östliche Hälfte. Die grosse Einstellhalle wird der Feuerwehr Weinfelden und der Chemiewehr Thurgau weiterhin zur Verfügung stehen. «Der Rettungsdienst bekommt eine Einstellhalle für zwei Fahrzeuge, zwei Ruheräume für die Rettungssanitäter und ein Büro. Dazu kommen die Garderoben, die Nasszellen und ein Aufenthaltsraum», sagt Gimmi. Besonders die Ruheräume für die Rettungssanitäter versprühen trotz Baustellenatmosphäre einen gewissen Charme. Die grossen Fenster geben den Blick frei auf den Giessen, der hinter der Basis durchfliesst. Und im Sommer lockt ein Sitzplatz im Garten zum Verweilen.

Geheizt wird mit Fernwärme

Beim Umbau achten die Bauherren auf eine energetische Verbesserung des Gebäudes. «Der Trakt mit den Aufenthaltsräumen entspricht nach dem Umbau dem Minergie-Standard. Und auch die Einstellhalle wird mit neuen Türen und Fenstern deutlich besser isoliert als bisher», sagt Gimmi. Beheizt werden die Rettungsdienstbasis wie auch das Sicherheitszentrum mit Fernwärme von der Bornhauser Holzbau AG auf der gegenüberliegenden Seite der Lagerstrasse. «Das ist preislich und ökologisch eine gute ­Variante.»

Die neue Rettungsdienstbasis erstreckt sich über eine Fläche von rund 300 Quadratmeter. Die Kosten für den Umbau belaufen sich auf rund 720000 Franken. Diese Kosten wird die Gemeinde Weinfelden als Besitzerin des Gebäudes über die Jahre in Form von Mieteinnahmen von der Spital Thurgau AG wieder ausgleichen. «Wir sind zuversichtlich, dass wir nicht den ganzen Kreditrahmen ausschöpfen werden», sagt Thomas Gimmi. «Wir bauen einfach, aber zweckmässig. Und doch sollte die Basis auch eine ‹Falle machen›.» Die Aufträge hat die Gemeinde grösstenteils lokalen und regionalen Handwerkern vergeben – und beim Rückbau der bisherigen Anlagen kamen Mitarbeiter des Werkhofs zum Einsatz.

Bedarfsgerecht für die Spital Thurgau AG

Auf ihre neue Basis freuen sich die Rettungssanitäter vom Standort Weinfelden. Laut dem administrativen Leiter des Rettungsdienstes bei der Spital Thurgau AG, Dieter Kjer, sind ihre Wünsche gut ins Umbauprojekt ein­geflossen. «In der Planung konnten wir unsere Bedürfnisse sehr gezielt einbringen, die auch den finanziellen Rahmen für den Umbau bilden», sagt er. Der neue Standort sei noch immer sehr zentral, nur wenige hundert Meter vom bisherigen beim Theaterhaus entfernt. Zudem sei die Wegfahrt in alle Himmelsrichtungen gut möglich. «Die neuen Räumlichkeiten bieten eine gute Infrastruktur für ein langfristiges Mietverhältnis.»


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