Planungsbüro im Rathausfoyer

WEINFELDEN ⋅ Der neue Zonenplan liegt noch bis Donnerstag öffentlich auf. Um das komplexe Thema allen Interessierten zugänglich zu machen, haben die Mitarbeiter des Bauamts eine Ausstellung eingerichtet.
20. September 2017, 05:21
Mario Testa

Mario Testa

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@thurgauerzeitung.ch

Für den neuen Zonenplan geht’s in die heisse Phase. Zweieinhalb Jahre und 18 Sitzungen nachdem sich die Kommission zur Revision der Ortsplanung an die Arbeit gemacht hat, ist das Resultat draussen. Noch bis morgen liegt der neue Zonenplan mit dem angepassten Baureglement öffentlich aus im Bauamt. Im Foyer des Rathauses gibt es dazu eine Ausstellung mit den Plänen und Dokumenten. Das Interesse an den Plänen ist gross, wie Bauamtschef Martin Belz sagt. «In den vergangenen Wochen sind viele Interessierte vorbeigekommen und haben die Pläne studiert. Wir haben auch viele Anfragen per Telefon, Brief und Mails erhalten und beantwortet.» Die bereits durchgeführten drei Sprechstunden seien sehr gut genützt worden, sagt Belz. Eine Letzte steht heute noch an (siehe Kasten).

Aufgelegt sind nebst dem Zonenplan und dem Baureglement auch der Richtplan und das Konzept «Höhere Häuser und Hochhäuser». Für die beiden Gruppen gibt es unterschiedliche Fristen und rechtliche Möglichkeiten zur Intervention. «Beim Zonenplan und dem Baureglement sind Einsprachen möglich. Beim Richtplan und dem Konzept zu den Hochhäusern besteht nur die Möglichkeit der Einwendung – also Fragen zu stellen, die dann vom Gemeinderat beantwortet werden», sagt Martin Belz. Während beim Zonenplan und Baureglement die Auflage- und Einsprachefrist morgen Donnerstag abläuft, dauert die Auflage- und Einwendungsfrist für den Richtplan und das Konzept Hochhäuser noch bis am 1. Oktober. «Die Ausstellung im Foyer passen wir am Donnerstag entsprechend an. Ab dann werden nur noch der Richtplan und das Konzept zu den Hochhäusern ausgestellt, den Zonenplan und das Baureglement räumen wir ab», sagt Belz.

Revision bringt rund 80 Änderungen

Beim überarbeiteten Zonenplan gibt es einiges, das sich gegenüber dem aktuellen ändert. «Insgesamt sind es rund 80 Änderungen, hauptsächlich Umzonungen und Aufzonungen. Viele dieser Änderungen haben zum Ziel, eine innere Verdichtung von Weinfelden zu ermöglichen», sagt Belz. Die augenfälligste Änderung betrifft die neuen Zonen W4 und W5, also Wohnzonen mit bis zu vier- und fünfgeschossigen Gebäuden. Sowohl im Bereich der Mehrfamilienhäuser beim Coop, oberhalb der westlichen Frauenfelderstrasse als auch im Mehrfamilienhaus-Quartier zwischen Amriswiler- und Kreuzlingerstrasse soll die maximale Bauhöhe auf vier Etagen angehoben werden. Zudem sollen vereinzelte Landwirtschafts- zu Landschaftsschutzzonen abgeändert werden. «Über den ganzen Zonenplan gesehen werden die Bauzonen nicht grösser», betont Martin Belz. «Was am einen Ort ergänzt wird, fällt andernorts wieder raus.»

Der Richtplan, der die Entwicklungsmöglichkeiten für die nächsten rund 15 bis 20 Jahre aufzeigt, wird hauptsächlich an übergeordnetes Recht angepasst. So wird beispielsweise das ganze Richtplangebiet zwischen der östlichen Siedlungsgrenze und der Stiftung Vivala rausgestrichen. «Wir müssen insgesamt 14 Hektaren Richtplangebiet streichen. Ein Teil davon fällt auch wegen des Trassees der Bodensee-Thurtal-Strasse raus», sagt Martin Belz.

Pläne zur Ortsplanungsrevision im Internet unter:

www.weinfelden.ch


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