Ortsparteien sind gefragt

BÜRGLEN ⋅ Erich Baumann tritt nächsten Sommer nicht mehr zur Wiederwahl als Gemeindepräsident an. Kandidaten für seine Nachfolge soll nun eine Kommission finden.
17. April 2018, 05:16
Mario Testa

Mario Testa

mario.testa@thurgauerzeitung.ch

Die 3800 Bürglerinnen und Bürgler bekommen im Juni 2019 ein neues Gemeindeoberhaupt. Erich Baumann geht dann nach zwei Legislaturen als Gemeindepräsident in Pension. «Was danach kommt, ist offen. Ich habe auf alle Fälle nicht die Absicht, nochmals eine grosse Aufgabe zu übernehmen», sagt der 62-Jährige. Umso wichtiger ist es ihm und dem Bürgler Gemeinderat, dass die Gemeindepräsidiumswahlen bis im Herbst gut aufgegleist sind und die Stimmbürger über das Prozedere Bescheid wissen.

Den Termin für den ersten Wahlgang hat der Gemeinderat auf den 25. November festgelegt, ein Quartal bevor die Gesamterneuerungswahlen des Gemeinderats anstehen. «Es ist wichtig, dass die Wahlen so früh stattfinden. So ist es für meine Nachfolgerin oder meinen Nachfolger möglich, auch eine allfällige halbjährige Kündigungsfrist am bisherigen Arbeitsplatz einzuhalten», sagt der CVP-Mann. Der zweite Wahlgang ist am 10. Februar angesetzt. «Würden wir den ersten Wahlgang im Februar ansetzen, würde das die Auswahlmöglichkeiten wegen der Kündigungsfristen einschränken.»

Anfrage an Ortsparteien und Dorfvereine

Wer sich in Bürglen auf die Suche nach geeigneten Kandidaten fürs Gemeindepräsidium macht, steht noch nicht fest. «Wir sind der Meinung, dass es nicht Sache des Gemeinderats ist, sich seinen neuen Chef zu suchen», sagt Erich Baumann. Deshalb hat er mit Gemeindeschreiberin Iris Weber die Ortsparteien und Dorfvereine angeschrieben und aufgefordert, ein überparteiliches Wahlkomitee zu bilden.

Von den amtierenden Gemeinderäten gebe es eine Person, die sich eine Kandidatur als Präsident überlege, dazu habe auch schon ein Einwohner Kontakt zu ihm aufgenommen, und sein Interesse signalisiert zu kandidieren. «Beide werden, wenn sie denn kandidieren wollen, auch den Weg über das Komitee gehen. Ich bin sehr optimistisch, dass dieses bald gegründet wird», sagt Erich Baumann. Er werde aber sicher in zwei bis drei Wochen bei der Ortspartei nachhaken, sollten diese nicht von sich aus die Gründung des Findungskomitees bekannt geben.


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