Noch ein Abgang

WIGOLTINGEN ⋅ Nathalie Wasserfallen will Präsidentin der Volksschulgemeinde werden. Zunächst hat sie aber mit Personalsorgen zu kämpfen: Die Schulleiterin hat gekündigt.
Aktualisiert: 
21.11.2017, 06:00
21. November 2017, 06:00
Sabrina Bächi
Es kehrt keine Ruhe ein in der Volksschulgemeinde Wigoltingen. Nach dem fulminanten Sieg im Februar dieses Jahres und dem Einzug von vier neuen Mit­gliedern in die Schulbehörde ist ­bereits im August überraschend der neugewählte Schulpräsident ­Silvio Marghitola zurückgetreten. Kurz entschlossen springt Nathalie Wasserfallen als Interims­präsidentin ein. Diesen Sonntag stellt sie sich zur Wahl, um künftig als Präsidentin die Behörde anzuführen (siehe Kasten). Und jetzt das: Die Schulleitung kündigt per Ende Januar. Auf Anfrage bestätigt Nathalie Wasserfallen die Nachricht. «In meiner Funktion als Schulpräsidentin ad interim möchte ich derzeit keine Stellung dazu nehmen», sagt Wasserfallen. Sie möchte den Kommunikationsweg einhalten und zunächst die Eltern mit einem Brief informieren. Die Kündigung kommt ungelegen. Doch die Behörde will künftig mit neuen Führungsstrukturen Stabilität schaffen.

Rücktritt aus persönlichen Gründen


Schulleiterin Susanne Busch sagt gegenüber unserer Zeitung, dass ihr Rücktritt nichts mit dem ­Wirren in der Behörde zu tun hat. Es sei eine persönliche Entscheidung. «Ich habe ein tolles Angebot bei einer anderen Schule mit weniger Stellenprozenten erhalten», sagt Busch. Deshalb könne sie sich dann auch einer Weiterbildung widmen. Während sieben Jahren hatte sie die Schul­leitung in Wigoltingen inne. Zunächst nur die der Sekundarstufe. Vor zwei Jahren übernahm sie die Gesamtschulleitung.

Nathalie Wasserfallen stellt sich zur Wahl

Diesen Sonntag stellt sich Nathalie Wasserfallen als einzige Kandidatin offiziell zur Wahl für das Präsidium der Schulbehörde. Sie übernahm die Leitung interimistisch von Silvio Marghitola, der aus persönlichen Gründen überraschend zurücktrat. «Natürlich war und ist die Situation eine Herausforderung», sagt Wasserfallen. Bisher arbeitete sie mit einem 30 Prozent-Pensum in der Behörde. «Das Präsidium beinhaltet eigentlich mehr Stellenprozente, die anderen Behördenmitglieder übernehmen deshalb einen Teil der Arbeit.» Für die 36-Jährige ist jedoch klar: «Ich übernehme gerne Verantwortung, deshalb stelle ich mich zur Wahl.» (sba)


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