Musikalischer Leckerbissen

BÜRGLEN ⋅ Mit einem hochstehenden Sinfoniekonzert begeisterten drei international bekannte Solisten und das Orchester Cappella Istropolitana vor ausverkauftem Haus.
27. November 2017, 07:34
Werner Lenzin

Werner Lenzin

weinfelden

@thurgauerzeitung.ch

Diego Baroni (Klarinette), Bartek Niziol (Violine) und Alexander Neustroev (Violoncello) waren hervorragend aufgelegt. Sie sorgten zusammen mit dem höchst solide agierenden 40-köpfigen Orchester mit Dirigent David Heer am Samstagabend für einen musikalischen Hochgenuss in der Mehrzweckhalle Bürglen. Den Grundstein für diesen in der ­Gemeinde beinahe schon zur Tradition gewordenen Konzertabend legte der damalige Gemeindeammann Armin Eugster vor elf Jahren zusammen mit dem Gemeinderat. «Wir wollten damals bewusst etwas Kulturelles für unsere Gemeinde tun und fanden in der Person des in Bürglen aufgewachsenen Dirigenten David Heer die richtige Persönlichkeit», erinnert sich Eugster.

Solisten und Orchester beweisen Klasse

Nach den Erfolgen der ersten beiden Konzerte wählten die Organisatoren zusammen mit dem Dirigenten die Werke von bekannten Komponisten wie Mozart, Brahms und Beethoven. Dadurch gelang es, ein möglichst breites Publikum anzusprechen. Mit Wolfgang Amadeus Mozarts Ouvertüre aus «Figaros Hochzeit» gelang David Heer und dem von ihm geführten Sinfonieorchester ein fulminanter und melodisch ansprechender Auftakt, bevor ­Solist Diego Baroni im Adagio des «Klarinettenkonzerts A-Dur» des selben Komponisten den Farbreichtum und die Ausdrucksstärke seines Instruments mit seinem differenzierten Spiel in hervorragender Weise zum Klingen brachte. In Brahms drei Sätzen «Konzert für Violine und Violoncello und Orchester» entfalteten die beiden berühmten Solisten Niziol und Neustroev ihr einzigartiges Können, welches ihre ganze musikalische Bandbreite aufzeigte. Nach der Pause wurde das ­Orchester mit den vier Sätzen von Ludwig van Beethovens «Sinfonie Nr. 7, A-Dur» seinem Ruf als eines der bedeutendsten Orchester Europas vollumfänglich gerecht. Mit Standing Ovations bedankte sich das Publikum bei den Musikern. Diese wiederum erfreuten die Besucher mit einer Zugabe.


Leserkommentare

Anzeige: