Mehr Sicherheit und mehr Party

WEINFELDEN ⋅ Am nächsten Donnerstag beginnt die 66. Wega im Ortszentrum. Die Organisatoren haben den Schutz der Gäste und Aussteller investiert und das Angebot für Besucher der Festhalle 7 ausgebaut.
22. September 2017, 07:17
Mario Testa

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@thurgauerzeitung.ch

Auf dem Marktplatz, beim Pestalozzi-Schulhaus und dem BBZ stehen bereits die ersten Zelte. Weitere folgen in den kommenden Tagen. Am Donnerstag wird die 66. Wega dann eröffnet. Eins vorweg – das Allermeiste bleibt beim Altbewährten, trotzdem ­haben die Wega-Macher bei der Presseorientierung vom Mittwoch auch Neuerungen angekündigt. «Wir haben wiederum rund 450 Aussteller, rund zehn Prozent von ihnen sind jedoch neu und erstmals an der Messe», sagt Henrike Girmann. «Die Ausstellungsfläche haben wir nicht erweitert, sie ist gleich gross wie in den Vorjahren und verteilt sich über zwölf Hallen.» Die Ausstellungsleiterin rechnet wiederum mit rund 100000 Besuchern während der fünf Messetage.

Laut Wega-Präsident Heinz Schadegg ist Sicherheit ein grosses Thema, in diesen Bereich investiert die Messe 150000 Franken, rund elf Prozent des Gesamtbudgets. Vor 20 Jahren waren es gerade mal 30000 Franken. «Die Sicherheitsmassnahmen kosten uns immer mehr. Aber es ist ganz klar, obwohl wir viel tun in diesem Bereich – eine absolute Sicherheit gibt es nicht.» Nebst verstärkten Polizei- und Security-Patrouillen sollen dieses Jahr erstmals auch Alarmanlagen in den Ausstellungshallen allfälligen Einbrechern die Tour vermiesen. Dazu werden erstmals auch mehrere Hauptachsen mit Betonblöcken versperrt, um Attentate mit Fahrzeugen zu verunmöglichen.

Shuttlebusse für die ganz verrückten Partygänger

Einen Versuch startet das Wega-Team auch mit der Festhalle 7.Nebst dem, dass die Ein- und Ausgänge auf die Rathausstrasse verlegt werden, gibt es für Partywillige nun auch die Möglichkeit, nach Schliessung der Hallen weiterzufeiern. «Wir bieten den ganz verrückten Partygängern Shuttlebusse an, die sie um 2, 3 und 4 Uhr nachts von der Halle 7 ins ‹Firehouse› bringen, um dort weiter zu feiern», sagt Heinz Schadegg.

Finanziell sei die Wega stets ein enges Spiel, sagt Erwin Wagner. «Ohne den Ertrag aus dem Buttonverkauf wäre die Messe kaum finanzierbar. Wenn’s gut läuft, sind die rund 55000 Franken aus dem Verkauf der Buttons gerade etwa der Gewinn, den die Messe abwirft.» Erfreulich findet der Finanzchef, dass die Tombola – die es seit Beginn der Wega gibt – nach wie vor gut läuft. «Praktisch alle Lose sind in den vergangenen Jahren jeweils verkauft worden. Es locken 80 Haupttreffer und knapp 9000 Soforttreffer.»

Bis zur Wega muss jetzt aber zuerst einmal die Infrastruktur noch fertig aufgebaut werden. «Es ist ein straffes Programm. Aber wir haben ein eingespieltes Team und für den ganzen Aufbau zehn Tage Zeit», sagt der Bauverantwortliche Martin Beck. «Für den Abbau reichen jeweils vier Tage.» Beibehalten werde auch dieses Jahr das Mehrwegsystem für die Verpflegungsstände. «Dank dieser Massnahme hat sich die Abfallmenge auf 20 Tonnen über die ganze Messedauer reduziert», sagt Beck. Dank der Werkhofmitarbeiter und der Freiwilligen vom Clean-Team werde sich das Wega-Gelände spätestens am Morgen jeweils auch wieder sauber präsentieren.


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