Gelungene Überraschung

WUPPENAU ⋅ Der Jugendförderpreis 2017 geht an Alexandra Bamert, Leiterin der ­Mädchenriege Wuppenau. Die 25-Jährige ist von der Auszeichnung überrascht.
29. November 2017, 05:20
Svenja Rimle

Svenja Rimle

weinfelden

@thurgauerzeitung.ch

Die Kindergärtnerin aus Hosenruck, Alexandra Bamert, kann ihr Glück kaum fassen, als ihr der diesjährige Jugendförderpreis überreicht wird. Dabei hat sie ihn mehr als verdient. Seit rund fünf Jahren leitet sie nebenberuflich die Mädchenriege in Wuppenau, und das mit grosser Motivation und viel Leidenschaft. Ihr Ziel ist es, die Freude an der Bewegung und der Musik bei den Kindern zu wecken. Nicht nur die Haltung der jungen Turnerinnen wird dabei verbessert, sondern auch ihre Körperbeherrschung. Neben den sportlichen Aktivitäten bietet die Thurgauerin ihren Mädchen auch die Möglichkeit zum Spielen, Basteln oder Spazieren. Der Spass soll nie zu kurz kommen.

Das Engagement liegt in der Familie

Innerhalb der vergangenen drei Jahre hat es Alexandra Bamert geschafft, die Mädchenschar zu verdoppeln. Es sind bereits so viele Mitglieder dabei, dass sie die Kinder in zwei Gruppen aufteilen musste. «Wir erachten dies als eine grandiose Sache, speziell in unserer Gemeinde, in der das Zusammen- und Vereinsleben ­einen wichtigen Stellenwert hat», sagt der ehemalige Gemeindepräsident Hanspeter Gantenbein. Die Kommission habe deshalb einstimmig beschlossen, Alexandra Bamert zur Siegerin zu erklären. Sie ist damit die 18. Gewinnerin des Wuppenauer Jugendförderpreises. Vor vier Jahren wurden bereits ihre Eltern, Hanspeter und Elisabeth Bamert, mit dieser Auszeichnung geehrt. Sie betreiben während der Wintersaison jeweils den kleinen Skilift am Nollen, auch heute noch. Dazu sind sie sehr engagiert in der Gemeinde, obwohl sie zusätzlich noch einen landwirtschaftlichen Betrieb führen. Haben die Eltern Alexandra Bamert eigentlich dazu motiviert, sich sozial einzusetzen? «Nein», sagt diese. «Ich hatte Kinder einfach schon immer sehr gerne. Sie sind so leicht zu begeistern. Wenn ich das Strahlen in ihren Augen sehe und sie mich vor Freude anspringen, wird mir immer wieder bewusst, wie gerne ich das hier mache», sagte sie am Donnerstagabend bei der Preisübergabe.

In dieser Woche ist die Turnhalle, in welcher sich die Gruppe normalerweise austobt, aufgrund einer Theater- und Musikaufführung besetzt. Doch dies ist für Alexandra Bamert keineswegs ein Grund, das Training abzu­sagen. Stattdessen organisierte sie eine «Laternliwanderung», welche die Mädchen rund um den Nollen führte. Bei ihrer Rückkehr wurde sie von Hanspeter Gantenbein mit viel Lob und 1000 Franken Preisgeld empfangen. Die vielen positiven Rückmeldungen, auch von den Eltern der Kinder, motivieren Alexandra Bamert zum Weitermachen. Und das möchte sie noch so lange wie möglich.


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