Fasnacht für die Kleinen

Rund 200 Kostümierte sind am Samstagnachmittag durch die Strassen gezogen. Nach der Konfettischlacht in der Turnhalle hat eine Jury die besten Maskierungen prämiert.
12. Februar 2018, 05:18
Monika Wick

Monika Wick

weinfelden

@thurgauerzeitung.ch

Am Samstagnachmittag rückte in Mettlen die Feuerwehr aus. Der Grund dafür war brandheiss, aber alles andere als gefährlich. Das kleine, knallrote Fahrzeug, das von Livio Neff aus einem Trettraktor, einer riesigen Kartonschachtel und zwei Drehlichtern gebaut wurde, hatte einen Einsatz an der traditionellen Mettler Kinderfasnacht.

Um auf keinen Fall den Umzug durch das Dorf zu verpassen, versammelten sich schon lange vor 14 Uhr viele kleine Fasnachtswütige auf dem grossen Parkplatz unterhalb des Schulhauses. Im Minutentakt kamen viele Weitere hinzu, bis die Gruppe auf rund 200 Kostümierte anwuchs. Begleitet von den «Nollen Fägern» aus Wuppenau und der Bürgler Guggenmusik «Kakaphoniker» zog der bunte Tross durch die Gassen und Strassen in Richtung der Turnhalle.

Unfreiwilliges Konfettibad

Gemäss dem Motto «Dabei sein ist alles», säumten nur wenige Zuschauer die Strecke. Eher unfreiwillig Teil des Geschehens wurde ein vorbeifahrender Automobilist. Er versäumte es, rechtzeitig sein Fenster hochzukurbeln und wurde prompt von zwei kleinen Piraten mit Konfettis bombardiert.

Organisiert wurde die Mettler Kinderfasnacht von Nicole Neff, Sonja Sutter und Cornelia Haag. Die drei Frauen waren es auch, die zusammen mit vielen Helfern für das leibliche Wohl der Fasnächtler sorgten. Frisch gestärkt lieferten sich die Kinder nach dem Umzug in der Turnhalle Konfettischlachten oder tanzten ausgelassen zur Musik. Beobachtet wurde das Treiben von einer dreiköpfigen Jury, welche die Kostüme und Aktivitäten bewertete. «Es war nicht einfach, eine Wahl zu treffen. Ihr seid eine lustige, bunte Gesellschaft», sagte Jury-Mitglied Andrea Bissegger.

Erster Platz für selbst gebasteltes Kostüm

Letztendlich erkor die Jury Andrin Zuckschwerdt mit seinem Raumschiff «Saturn 1 Swiss» zum Sieger der Kategorie Einzelmaske. «Er hat sein Kostüm selber gebastelt, das ist uns wichtig», sagte Andrea Bissegger. Der Preis für die originellste Gruppe ging ebenfalls an die Familie Zuckschwerdt. Andrins Schwester Elena verkleidete sich mit ihrer Kollegin Alea Kollhopp als Cowgirl. Platz fünf ging an Ladina und David Hubmann aus Hosenruck. Die beiden Kinder verkleideten sich aus aktuellem Anlass als Unterflurcontainer. «Vor Weihnachten wurde bei uns mit dem Einbau von zwei Unterflurcontainern begonnen. Nun wurde ein Baustopp verhängt», erklärte Rita Hubmann, die Mutter der beiden. «Hinter vorgehaltener Hand wird spekuliert, was der Grund dafür ist. Genaueres wurde aber noch nicht kommuniziert», fügte sie hinzu.


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