Die Wurzel ist das Übel

MÄRWIL ⋅ Der Baum mitten im Dorfzentrum muss weg. Er steht auf Wasserleitungen, die er zu beschädigen droht. Die Gemeinde will mit einem Wettbewerb einen Ersatz finden.
23. November 2017, 08:05
Sabrina Bächi

Sabrina Bächi

sabrina.baechi@thurgauerzeitung.ch

In der kalten Jahreszeit sieht der Baum, trotz stattlicher Grösse, etwas verwahrlost und trist aus. Dennoch: Er ist ein Wahrzeichen im Dorf. Nun soll er weg. Denn der Ahorn steht direkt auf der Wasserleitung und kratzt mit seinen Wurzeln an den Rohren. «Die Kosten für eine Umleitung der Wasserleitungen käme auf etwa 60000 bis 80000 Franken», sagt Ursula Klaus, Vizegemeindepräsidentin. Es sei daher unumgänglich, den Baum zu fällen, findet der Gemeinderat. Ganz ersatzlos streichen will er den Baum aber nicht: «Am Adventsmarkt dieses Wochenende veranstalten wir einen Wettbewerb. Wir wollen Ideen aus der Bevölkerung sammeln, wie wir den Baum ersetzen könnten», sagt Ursula Klaus.
 

Sieger erhält Namenstafel

Wie der Baumersatz aussehen soll, ist völlig offen. Einfach eine neue Pflanze wäre ungünstig. «Es kann eine Skulptur, eine Bank oder etwas ganz Ausgefallenes sein.» Auch die Kosten sind noch nicht definiert. Klar ist jedoch, allzu viel will die Gemeinde nicht berappen. Es sei auch noch nicht geklärt, wie viel der Dorfverein finanziell zu dem Projekt beitrage, sagt Klaus. Denn der Dorfverein pflanzte den Baum vor Jahren neben dem Brunnen vor dem Restaurant Hirschen – mitten im Dorf und auf der Wasserleitung. Gemeinsam wollen sie auch das Gewinnerprojekt bestimmen. «Der Sieger erhält zwei SBB-Tageskarten und am künftigen Projekt eine Namenstafel, die an den Ideengeber erinnern soll», sagt Ursula Klaus.


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