Ankommen leichtgemacht

INTEGRATION ⋅ Die Integrationsförderung Bezirk Weinfelden hat erstmals eine Konferenz durchgeführt. Der Verein hilft Einwanderern in seinem Kompetenzzentrum.
25. September 2017, 13:20
Mario Testa
Das Kompetenzzentrum Integration des Bezirks Weinfelden gibt es seit bald 1000 Tagen. An der erstmals durchgeführten Integrationskonferenz des Trägervereins «Integrationsförderung im Bezirk Weinfelden» nahmen am Mittwochabend 50 Vertreter der Mittelthurgauer Gemeinden teil, vorwiegend Mitarbeiter der Einwohnerdienste. Gastgeberin und Vereinspräsidentin Sonja Wiesmann sagte, dass im dritten Jahr des Bestehens 12 der 18 Gemeinden im Bezirk Mitglied des Trägervereins sind. Dieser führt in Weinfelden an der Pestalozzi­strasse das Kompetenzzentrum Integration (KOI).

«Dieses Jahr legen wir den Schwerpunkt unserer Informationsarbeit auf die Einwohnerdienste», sagt Wiesmann. «Sie sind für die Zugezogenen der erste Kontakt. Bei ihnen passiert der erste Schritt für eine gelungene Integration.» Deshalb sei es wichtig, dass die Mitarbeiter der Einwohnerdienste die Möglichkeiten und Angebote des KOI kennen – und auch die Vertreter der Gemeinden, die noch nicht Mitglied sind im Verein.

Lob von der Regierungsrätin für die Kompetenzzentren

Regierungsrätin Cornelia Komposch-Breuer, Vorsteherin des Departments für Justiz und Sicherheit –und somit zuständig für das Migrationsamt, sagt in ihrer kurzen Ansprache: «Integration ist eine Verbundsaufgabe. Wir arbeiten eng mit den vier KOI im Thurgau zusammen. Sie leisten gute Arbeit für die Integration.»

Oliver Lind, Leiter der Fachstelle Integration beim Migrationsamt, betont in seinem Referat, dass Integration laut Artikel 56 des Ausländergesetzes eine Pflicht ist für Bund, Kantone und Gemeinden. Im Thurgau würden Zugezogene immer zu einem  Erstgespräch beim Migrationsamt eingeladen. Nur gerade ein Fünftel der Eingeladenen reagiere nicht auf den Brief.

In einem Podium mit den Referenten und KOI-Geschäftsleiterin Andrea Keller, Edin Hodzic, Mitglied des Migrationsbeirats und Roger Häfner von den Einwohnerdiensten Weinfelden wurde das Thema noch vertieft.

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