Betonblöcke sorgen für Sicherheit

WEINFELDEN ⋅ Die Wega-Macher reagieren auf die Bedrohung durch mögliche Terroranschläge. Mehrere Strassen werden während des Fests abgeriegelt. Zudem werden Alarmanlagen installiert.
07. September 2017, 07:28

Mario Testa

«Die Sicherheit der Festbesucher und Aussteller steht für uns an erster Stelle», sagt Linus Eberhard. Das Geschäftsleitungsmitglied der Delta Security AG aus Weinfelden ist Sicherheitschef der Wega. «Auch auf die Infrastruktur sowie die Ruhe und Ordnung zu später Stunde richten wir unseren Fokus.» Am Informationsanlass für die Anwohner der Messe im Weinfelder Ortskern, erläuterte Eberhard am Dienstagabend die geplanten Sicherheitsmassnahmen. Etwa drei Dutzend Personen folgten der Einladung in den Thurgauerhof.

Die Wega-Macher reagieren auf die aktuelle Bedrohung durch Terroristen, die mit ihrem Fahrzeug in Menschenmengen rasen. «Wir werden die Lager- und Freie­strasse jeweils nach Ladenschluss sowie am Samstag und Sonntag ganztags abriegeln», sagt Eberhard. Schwere Betonblöcke auf den Strassen sollen es verunmöglichen, mit einem Fahrzeug in die Menschenmassen beim Bahnhof zu rasen, wie Marco Novak, Postenchef der Kantonspolizei Thurgau in Weinfelden sagt. Trotz der Vorbereitung auf allfällige Gefahren betont Eberhard: «Wir wollen kein ungutes Gefühl verbreiten, aber gewappnet sein.»

Reaktion auf die vielen Einbrüche im Vorjahr

In den Ausstellungshallen 9 und 2 ist es im vergangenen Jahr vermehrt zu Einbrüchen und Vandalismus gekommen. Auch darauf reagiert die Messeleitung. «Wir werden in allen Ausstellungshallen Alarmanlagen installieren», sagt Messepräsident Heinz Schadegg. Des weiteren betonte er, dass wider allen Geredes, das Messegelände nicht immer grösser werde. «Grundsätzlich ist die Wega immer gleich gross und am gleichen Ort. Es gibt auch nicht immer mehr Essens- und Getränkestände, darauf achten wir.» Gegen Wildpinkler, Komatrinker und Abfallsünder wird auch dieses Jahr wieder die «Respekt»-Kampagne geführt, zudem sorgen rund 40 freiwillige Abfallsammler für Sauberkeit.

Ein grosses Thema ist auch immer der Verkehr respektive die Zufahrt zu den Parkplätzen für die Anwohner. Mehrere Votanten stellten diesbezüglich Fragen am Informationsanlass. «Rund 60 Verkehrskadetten sorgen für die Verkehrsregelung», erklärt Linus Eberhard. «Es stehen unglaublich viele Personen im Einsatz nur schon für die Verkehrsregelung.» Die Zufahrt zur Post sei stets gewährleistet, sagt Messeleiter Gregor Wegmüller.
 

150 Handwerker an der Arbeit

Kaffee, Sandwiches, Mineralwasser: Mit diesen Zutaten hiess die Wega-Leitung etwa 30 Handwerker am Dienstagvormittag im grossen Saal des «Trauben» willkommen. Es war der traditionelle Handwerkerznüni, der eigentliche Start zur Wega. Messeleiter und Geschäftsführer Gregor Wegmüller dankte den Handwerkern für ihre Arbeit und ehrte ein paar besonders Tüchtige – stellvertretend für alle anderen. Immerhin sind etwa 150 Handwerker mit dem Auf- und Abbau der Wega-Bauten beschäftigt. Der Aufbau beginne schon am nächsten Montag, sagte Martin Beck, Leiter Infrastruktur/Bau. Dann werden die Bauten für die Berufsmesse erstellt, die vom 21. bis 23. September stattfindet. Diese Bauten kann die Wega dann nutzen.

Fast täglich eine weitere Halle

Ab dem 18. September wird fast täglich eine weitere Wega-Halle aufgebaut. Kurz vor der Messe folgen dann noch der Lunapark, die Füürwehr-Beiz und die TKB-Bühne. Auch Martin Beck gab seiner Freude Ausdruck, dass wiederum ein eingespieltes und professionelles Team zur Verfügung stehe, damit all die Arbeiten er­ledigt werden könnten. Beck wartete mit eindrücklichen Zahlen zur diesjährigen Wega auf: 13 grössere Zeltbauten, 1,5 Kilometer Stellwände, 7,2 Kilometer Elektrohauptkabel, 37 000 Kilowattstunden Stromverbrauch, was etwa dem Jahresverbrauch von fünf Einfamilienhäusern entspricht. Der Aufwand für die Infrastruktur betrage etwa 700 000 Franken. Am Schluss wünschte Beck einen unfallfreien Auf- und Abbau. (es.)


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