Tagblatt Online, 10. August 2012 01:34:00
«Romantica» ganz unromantisch
Verlassen, leer und ungepflegt: Das «Romantica» liegt abseits, was ungebetene Gäste anziehen kann. (Bild: Archivbild: Nana do Carmo)
Seit Jahren steht die Liegenschaft «Romantica» an der Seestrasse leer. Eine Renovation oder ein Bauprojekt ist bislang nicht in Sicht. Der Stadt seien die Hände gebunden, sagt der Steckborner Stadtammann Roger Forrer.
GUDRUN ENDERS
STECKBORN. «Das ist ein Schandfleck», sagt Stadtammann Roger Forrer. «Der stört mich auch privat.» Die Stadt könne nur reagieren, wenn etwa Einsturzgefahr bestehe. Auch Bauverwalter Eggmann macht keine Bewegung in Sachen «Romantica» aus: «Das ist traurig, aber wahr.» Eine Bauanfrage vom Frühjahr 2010 sei nicht bewilligungsfähig gewesen. «Sie entsprach nicht dem geltenden Gestaltungsplan», sagt Eggmann. Das Problem ist, dass die Vorbesitzer für ihr Neubauprojekt einen Gestaltungsplan vom Kanton absegnen liessen. Dem jetzigen Besitzer schwebte aber eher eine Sanierung des bestehenden Gebäudes vor, wie er damals gegenüber unserer Zeitung sagte.
Das Dach ist dicht
Seit 2009 besitzt die Konfidenz Immobilien AG aus Schaffhausen das «Romantica». Konfidenz-Mann Michael Bremer zeigte sich gestern am Telefon zuversichtlich, dass beim «Romantica» etwas gehen wird: «Es ist eine Frage der Zeit, es laufen Verhandlungen in diverse Richtungen.» Er betont, dass das Gebäude nicht verfalle, sondern lediglich zuwuchere. «Das Dach ist dicht, und das ist wichtig.»
Ungebetene Gäste
Stadtammann Forrer registrierte, dass im vergangenen Winter Licht in dem verlassenen Gebäude brannte. Für Konfidenz-Mann Bremer ist klar: «Die Jugend von Steckborn und Berlingen sitzt dort.» Musste die Polizei schon wegen ungebetener Gäste ausrücken? «Im Moment ist es ruhig», sagt Christoph Greminger, Mediensprecher der Thurgauer Kantonspolizei. Letztes Jahr hat es einen Verdacht gegeben, aber keine Anzeige. «Es fand sich Abfall – ein Hinweis, dass sich dort ab und zu jemand aufhält.»
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deich (10. August 2012, 09:58)
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Das seit Jahren zerfallende Objekt war bereits im Grundsatz an dieser Stelle überflüssig wie ein Kropf und gehört abgerissen. Hier wird nie etwas entstehen können, was "Hand und Fuss" hat und "unterseetauglich" ist. Die Stadt muss reagieren.
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