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St.Galler Tagblatt

St.Galler Tagblatt Online, 13. April 2012 07:45:00

Eschenz: Weichen für Zukunft stellen

ESCHENZ. Über ein dickes Paket an Vorlagen entscheiden die Eschenzer Ende April. Nimmt man die Stimmungslage an der Info-Veranstaltung als Gradmesser, steht die Ampel fast durchgehend auf Grün. Ausnahme ist die Staaderstrasse.

MARGRITH PFISTER-KÜBLER

Einzig die Sanierung der Staaderstrasse scheint zu wackeln, weil Landbesitzer zur Kasse gebeten werden. Mit dem Kredit von 565 000 Franken soll die Staaderstrasse zwischen Kreuzung Hornweg und Kreuzung Sportplatz-Strandbad total saniert werden. Auch Hausanschlüsse werden erneuert. «Alle Anwohner sind informiert», sagte Gemeindeammann Claus Ullmann am Mittwochabend.

Nicht einverstanden zeigten sich Anwohner, weil sie bei der Sanierung zur Kasse gebeten werden. Da gebe es Ungleichheit, weil privates Gelände auch von Autofahrern zum Wenden genutzt werde. Man müsste hier Schwellen oder Randsteine einbauen. «Enge Stellen sind auch ein Vorteil», so Gemeindeammann Ullmann, der sich vehement gegen einen Schwelleneinbau stellte und betonte: «Wir müssen nochmals mit allen Anwohnern zusammenkommen und diskutieren.»

Stille Kenntnisnahme

Ansonsten wurden alle Informationen von den zahlreich aufmarschierten Eschenzern mit stiller Kenntnisnahme konsumiert. «Sie finden die Rechnung auch im Internet», so Ullmann. Die Rechnung schliesst mit einem unerwarteten Vorschuss von 190 000 Franken ab. Die Aufwertung des Baulandes im Gebiet Mettlen und reduzierter Personalaufwand trugen dazu bei.

Für die Landi Untersee und Rhy werden am 27. April auch die Weichen gestellt (TZ berichtete). Die Eschenzer müssen zuerst über den Landverkauf abstimmen. Der Verkaufsvertrag kommt allerdings nur zustande, wenn der geplante Neubau der Landi an deren Mitgliederversammlung vom 20. April gutgeheissen wird. «Kein Kommentar?», fragte Gemeindeammann Ullmann in die Runde. «Nein?» Flugs ging's weiter zum Landkreditkonto. Bei diesem liegt derzeit die Kreditlimite bei einer halben Million. Neu soll es eine Million pro Jahr sein.

Mehrkosten abklären

Zur Abstimmung liegt auch die Baukostenabrechnung des Wasserversorgungsprojektes und des Kleinkraftwerkes vor. Weil noch zwei Quellen gefasst werden mussten, entstanden Mehrkosten von 72 058 Franken. Ein Experte kläre jetzt ab, weshalb zuerst nur eine statt alle drei Quellen gefasst wurden, informierte Ullmann und zeigte sich «nicht einverstanden» mit der Sicht des Ingenieurbüros.

Um viel Geld geht es beim Kreditantrag von 1,4 Millionen für die Erneuerung der 100jährigen Hauptwasserleitung Hauptstrasse–Frauenfelderstrasse. Die ständigen Rohrleitungsbrüche gehen sehr ins Geld, deshalb sei eine totale Erneuerung sinnvoll. Auf die Nachfrage, wie es mit der Einsprache gegen die geplante Antenne am Bahnhof laufe, antwortete Ullmann mit Achselzucken: «Vom Bund ist noch keine Antwort gekommen.»

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