Tagblatt Online, 17. Juni 2008 01:12:37
«Fallfrüchtchen» und «Kurlaub»
Lockpfosten auf dem Betrieb von Erich und Manuela Bötsch
Infotafeln: Auch bei Manuela und Erich Bötsch stehen Lockpfosten. (Bild: Bild: Markus Bösch)
Weiss leuchtend und zwei Meter hoch stehen die Lockpfosten, auch auf dem Bauernhof von Manuela und Erich Bötsch in Holzenstein. Fussgänger und Konsumenten erfahren viel über die Produktion von Lebensmitteln.
Markus Bösch
Sie heissen «Sonnenkrone», «Hochstämme», «Kurlaub» und «Fallfrüchtchen»: Und diese Wörter haben allesamt zu tun mit der Schweizer Landwirtschaft. Angebracht sind sie auf weissen Pfosten, die auch zu elft auf dem Bauernbetrieb von Manuela und Erich Bötsch in Holzenstein stehen. Sie beteiligen sich damit an einer landesweiten Aktion, die die Landwirtschaft in die Öffentlichkeit rücken will.
«Das passt zu uns»
«Wir sahen die Ausschreibung dieser Aktion und wussten, dass sie zu uns passt und wir mitmachen werden», sagt das Ehepaar. Des öfteren würden die Besucher des Hofladens oder die gehenden und fahrenden Touristen stehen bleiben und die «Lockpfosten» studieren. So hätten sie die Möglichkeit, Alltägliches und wenig Bekanntes über die Landwirtschaft zu erfahren. Mancher sehe dann vielleicht mit anderen Augen auf die Wunder am Wegrand und was alles mitspiele, wenn Bauern produzieren und Natur pflegen. Und dies selbstver-ständlich sei auch Imagepflege.
Saisonale Naturkost
Manuela und Erich Bötsch produzieren vor allem Früchte auf ihrem 12 Hektar grossen Betrieb: Momentan werden noch die Erdbeeren gepflückt, während den Sommermonaten werden es dann die Heidelbeeren sein, die an 3000 Pflanzen reif werden. Im Moment werde das Angebot mit weiteren, alten Früchte- und Gemüsesorten vergrössert. «Einen kleinen Teil verkaufen wir in unserem Hofladen. Da steht auch der erste Lockpfosten, der die Besucher zum Lesen willkommen heisst. Wer noch mehr wissen will, ist eingeladen, uns zu fragen.»
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