Direkte Links und Access Keys:

Tagblatt Online, 11. September 2010 01:03:14

«Wir bleiben im <Anker>»

Zoom

Sada und Sheki Perazic wirten seit 17 Jahren im «Anker» und werden das auch weiterhin tun. (Bild: Bild: Christa Kamm-Sager)

Immer wieder gehe das Gerücht um, dass der «Anker» geschlossen werde. Jetzt sei es sogar an einer Parteiversammlung gesagt worden. Sheki und Sada Perazic führen den «Anker» aber weiter.

christa kamm-Sager

Sie würden häufig von Gästen gefragt, ob es stimme, dass der «Anker» zugehe, sagt Wirt und Hotelier Sheki Perazic. «Das stört mich nicht.» Sicher einmal pro Jahr gehe das Gerücht um, der «Anker» schliesse. Aber dass jetzt sogar an einer Parteiversammlung gesagt wurde, ihr Hotel direkt am Bahnhof mache zu, sei doch neu und habe ihn etwas erstaunt. «Da hätte man mich doch vorher schnell fragen können.

» Seither werde er recht häufig angesprochen, und jedesmal gebe er dieselbe Antwort: «Wir bleiben im <Anker> solange es uns gesundheitlich gut geht.»

Seit 17 Jahren im «Anker»

Vor 17 Jahren haben die beiden Wirtsleute das 1927 erbaute Hotel-Restaurant Anker gekauft und sind seither fast täglich in ihrem Restaurant anzutreffen. «Im Sommer haben wir jeden Tag offen, dann sind die Arbeitstage 15 bis 17 Stunden lang», so Perazic. Im Winter hätten sie einen Ruhetag pro Woche, manchmal würden sie auch ein paar Tage schliessen.

Aber gemeinsame Ferien könnten er und seine Frau nicht machen, jemand müsse immer zum Rechten schauen im Betrieb, sagt der Wirt, der vor 33 Jahren aus Montenegro in die Schweiz gezogen ist und seit 43 Jahren in der Gastronomie tätig ist.

Durchsetzungsfähig

Sheki Perazic kennt viele Leute in Romanshorn und viele kennen ihn. «Es gibt Stammgäste, die sind jeden Tag hier. Die wissen, dass ich sehr direkt sein kann und meine Meinung sage.

» Es sei aber auch nötig, wenn man so nahe am Bahnhof wirte, dass man etwas durchsetzungsfähig sei. «Man glaubt gar nicht, was hier am Bahnhof so abgeht.» Gerade kürzlich sei wieder eine Schlägerei unter Jugendlichen gewesen. Er sei recht streng mit Leuten, die sich nicht an allgemeingültige Regeln halten würden. «Manchmal reagiere ich vielleicht fast etwas zu schnell, wenn mir ein Verhalten nicht passt. Aber ich will Ordnung in meinem Haus.»

Sheki und Sada Perazic führen das Hotel und Restaurant allein, manchmal helfen die drei fast erwachsenen Kinder mit im Betrieb.

Im Sommer gut besetzt

Im Sommer seien die Gästezimmer im oberen Stock des Hauses gut besetzt, Velofahrer und Messebesucher aus Friedrichshafen übernachten gerne hier. «Dann könnten wir mehr Zimmer brauchen. Im Winter stehen sie dafür oft leer.» Es interessiere ihn, was in Romanshorn laufe, so Perazic. Klar sei für ihn, dass hier ein grösseres Hotel fehle.





Leser-Kommentare:
keine


Zu diesem Artikel sind keine Beiträge vorhanden.

Kommentar schreiben

Um Beiträge schreiben zu können, müssen Sie eingeloggt sein!

Um Inhalte kommentieren zu können, müssen Sie eingeloggt sein.

Noch keinen Zugang? Jetzt kostenlos registrieren!

Anzeige:

Anzeige:

Anzeige:

Anzeige:

tagblatt.ch / apps

facebook.com / tagblatt

 ...

Anzeige: