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Tagblatt Online, 28. August 2010 12:36:00

«Zeit der Provisorien ist vorbei»

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«Die Farbe bringen die Schülerinnen und Schüler in die Räume»: Regierungsräte Jakob Stark und Monika Knill mit Schülern bei der Einweihung. (Bild: Bilder: Christa Kamm-Sager)

ROMANSHORN. Ab Montag können sich die 650 Kantischüler in einer eigenen Mensa verpflegen. Mit dem Umbau des ehemaligen Berufsschulhauses geht für die Kantonsschule Romanshorn ein langgehegter Wunsch in Erfüllung.

christa kamm-sager

Der neue Küchenchef François Ehl und sein Team haben alle Hände voll zu tun an diesem Einweihungstag. Erstmals wird die neue Küche im «Kubus» in Betrieb genommen. Zuerst darf er seine Kochkünste an geladenen Gästen, Politikern und am Bau Beteiligten, Kanti-Mitarbeitern und Nachbarn austesten, bevor es ab Montag ernst gilt und die Schüler dann an den 192 Plätzen sitzen werden.

Langer Schulweg

Mit dem ganzen Kanti-Team freut sich Rektor Alois Krähenmann besonders über die Einweihung des «Kubus». «Es ist ein toller Tag für uns», sagt er an einer kleinen Einweihungsfeier vor geladenen Gästen. 500 der 650 Schülerinnen und Schüler an der Romanshorner Kanti hätten einen über fünf Kilometer langen Schulweg. «Die Schule muss Räume bieten für Arbeit und Aufenthalt, und man soll sich hier auch vernünftig und gesund verpflegen können.»

Auch Regierungsrat Jakob Stark zeigte sich erleichtert, dass die lange Zeit der Provisorien an der Kanti Romanshorn jetzt endlich vorbei ist. «Die Romanshorner Kanti ist jetzt ein idealer Lernort.» Schwierige Kinder wüchsen einem ja bekanntlich am meisten ans Herz, und der «Variel»-Bau sei so ein schwieriges Kind, sprach Stark die Querelen rund um die Bauverteuerung dieses Umbaus an. Im 2009 sei man mit 32 Prozent Mehrkosten konfrontiert worden.

Die Kommission habe das Baubudget daraufhin nochmals konsultiert und man habe grünes Licht gegeben, auch wenn die Kosten überschritten worden seien. Der Grosse Rat habe den Kredit von 5,61 Mio. Franken genehmigt, und für diese Summe habe man nun einen minergiezertifizierten und asbestbefreiten Bau mit Lift. Dieser Baukredit sei schliesslich eingehalten worden. In die Kanti-Umgebung seien nochmals 1,7 Mio. Franken investiert worden.

Fehlende Schulräume

Monika Knill erinnerte sich an ihren Besuch in der Kanti Romanshorn bei Amtsantritt im Mai 2008. Zur Mittagszeit sei sie durch das Hauptgebäude gegangen und habe aufpassen müssen, dass sie keinem Schüler in das Mittagessen «hineingetrampt» sei. «Das sah aus wie in einer Campingzone.» Geeignete Aufenthaltsräume und Verpflegungsmöglichkeiten seien wichtig, und auch fehlende Schulräume habe man nun realisieren können.

Heute Tag der offenen Tür, 10 bis 14 Uhr, Mensabetrieb, Musik, Infos.




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