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Tagblatt Online, 29. Februar 2012 01:07:00

«Historischer Augenblick»

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Symbolischer Start der Bauarbeiten auf dem Knellwolf-Areal. (Bild: Gunhild Rübekeil)

Gestern war der Spatenstich für acht Wohnhäuser auf dem ehemaligen Gelände der Gebrüder Knellwolf AG in Neukirch. Es entstehen 60 Wohnungen.

GUNHILD RÜBEKEIL

NEUKIRCH. Als «historischen Augenblick» bezeichnete Gemeindeammann Stephan Tobler den Spatenstich auf dem 12 000 Quadratmeter grossen Knellwolf-Areal. Er freue sich, dass nach fast 15 Jahren endlich eine Lösung für die Brache im Herzen des Dorfes gefunden sei, denn im Ort sei sie zum Dauerthema geworden. Nachdem die letzten Abrissbagger verschwunden sind, können die Tiefbauarbeiten beginnen.

60 Wohnungen

Im Oktober 2013 sollen die acht Häuser mit insgesamt 60 Mietwohnungen – überwiegend 21/2- und 31/2-Zimmer-Einheiten – bezugsbereit sein. Der Bedarf in Neukirch an kleineren Wohnungen ist ausgewiesen.

Einen auf dem Gelände gefundenen Schlüssel übergab der Gemeindeammann an Stefano Ciminieri von der Planungsfirma Raumwerk mit dem Wunsch: «Möge er zum Schlüssel des Erfolgs werden.»

Der Gemeinde bei der Planung eines privaten Wohnbaus ein Mitspracherecht einzuräumen, sei ungewöhnlich, erklärte Ciminieri den anwesenden Vertretern der am Bau beteiligten Firmen. Die Vorgehensweise habe sich aber ausgezahlt, denn bisher habe alles reibungslos geklappt. Mit der UBS-Pensionskasse sei zudem ein zuverlässiger Investor gefunden worden. Elf Prozent des UBS-PK-Anlagevolumens, das gesamthaft 20 Milliarden Franken beträgt, seien in Immobilien festgelegt, ein Wert, den «wir künftig weiter ausbauen wollen», so Peter Schweizer, Leiter Real Estate bei der Pensionskasse. Gemeinsam mit Raumwerk habe man in der Vergangenheit schon Projekte in Tägerwilen und Frauenfeld realisiert und gute Erfahrungen gemacht.

Investition von 22 Millionen

«Das Vorhaben in Neukirch ist zwar atypisch für uns», sagte Schweizer, da sie sonst vor allem grössere, familiengerechte Wohnungen bauen würden. «Für Neukirch ist die Planung aber zielgerecht», führte er aus. Deshalb hätten sie sich für die Investition von 22 Millionen entschieden.





Leser-Kommentare:
1 Beitrag

Kommentar lesen

unangan (28. Februar 2012, 20:04)
historisch....???...

stimmt.... historisch wird wohl die Wohnungbauhysterie in Romanshorn sein. Denn wer wie ich, durch viele "Neuquartiere" spaziere.... hat nur ein breites Grinsen für die noch nicht vermieteten Wohungen.
Mein breites Grinsen rührt daher, dass ich kein Geld besitze, dass ich irgendwo investieren könnte... Und deshalb sehr gut schlafe.

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