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Tagblatt Online, 12. Mai 2012 01:05:00

Allen Widrigkeiten getrotzt

100 Jahre Gasversorgung Romanshorn Zoom

Im Gespräch mit Gästen: Heinz Greutert, der Geschäftsleiter der Gasversorgung Romanshorn AG. (Bild: Reto Martin)

ROMANSHORN. Gestern hat die Gasversorgung Romanshorn mit 160 geladenen Gästen den 100. Geburtstag gefeiert. Glaubt man den Gratulanten, hat der Betrieb eine rosige Zukunft.

MARKUS SCHOCH

Es war in der Vergangenheit für die Gasversorgung Romanshorn nicht immer einfach. 1978 explodierte die Spaltanlage, in den 1980er-Jahren riss die Sanierung der marode gewordenen Leitungen Löcher in die Rechnung.

Das Unternehmen trotzte aber allen Widrigkeiten und konnte gestern im autobau und im Eissportzentrum Oberthurgau den 100. Geburtstag feiern. Die 160 geladenen Gäste wurden unter anderem mit dem Komikerduo Lapsus und «Music Star»-Gewinnerin Fabienne Louves unterhalten.

Erdgas bleibt unverzichtbar

Alle Gratulanten sagten der Jubilarin eine rosige Zukunft voraus. 100 Jahre seien erst der Anfang, meinte Jean-Marc Hensch, Direktor der Schweizerischen Gasindustrie. Erdgas sei heute unverzichtbar und werde es bleiben. «Es ist das Sicherheitsnetz für den Atomausstieg.»

Der Wettbewerb wird allerdings härter wegen der Liberalisierung des Energiemarktes. «Mit der Monopolstellung ist es bald vorbei», ist sich Verwaltungsratspräsident und Gemeinderat Patrik Fink bewusst. Die Gasversorgung Romanshorn AG müsse sich als dynamisches und flexibles Unternehmen neu positionieren, sagte er gestern.

Für Pessimismus gibt es nach Meinung von Andrea Paoli keinen Grund. Mit der Energiewende würden sich der Gasversorgung neue Geschäftsfelder eröffnen, sagte der Leiter der Abteilung Energie beim Kanton. «Die Zukunftsaussichten sind absolut intakt.» Sein Rat: «Machen Sie aus Gas Strom und Wärme. Das ist Ihre Chance», wandte er sich an die Verantwortlichen in Romanshorn. Wenn es Romanshorn nicht mache, würden es andere tun. Grossratspräsident Peter Kummer hat nach eigenen Aussagen keine Zweifel, dass die Gasversorgung Romanshorn die Chance packt. Garant dafür sei in der Person von Heinz Greutert ein «innovativer und weitsichtiger» Geschäftsleiter.

Viel Lob für den Geschäftsleiter

Mit dieser Meinung war er nicht allein. Greutert mache nicht nur einen Job, sondern führe das Unternehmen seit 15 Jahren aus Berufung, sagte Verwaltungsratspräsident Fink. Blumen gab es auch von Verbandspräsident Hensch. Greutert bringe sich auf nationaler Ebene vorbildlich ein.

Er sei «gerührt» ob dem Lob, bekannte Greutert. Es gebühre aber nicht ihm, verdient hätten es alle Mitarbeiter. «Nur im Team kann man stark sein.»

Nicht zuletzt deswegen sehe er den Herausforderungen zuversichtlich entgegen, sagte Greutert. «Ich glaube, dass die Zukunft der Gasversorgungssysteme erst richtig angefangen hat.»




Leser-Kommentare:
2 Beiträge

Kommentare lesen

unangan (13. Mai 2012, 02:35)
erstaunlich

90 Prozent meiner Beträge zu Romanshorn, die meist sehr kritisch abgefasst sind, erscheinen nicht als "Leservoten". ... grins... St.Gallertagblattpolitik..???...
na.. ja.... ist eben Pressefreiheit. Aber ansonsten etwas "Kleinbürgerlich". ....smile.....

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unangan (13. Mai 2012, 01:49)
...smile......

Welcher Energie-Versorger hat keine "rosige" Zukunft ..???...
Die "Energieversorger" als Abzocker im Gleichschritt der "Banker"...???...
Mit dem unbestittenen Vorteil, dass ohne Energie auch keine Bank betrieben werden kann.... smile......

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