Vom Aufsteiger kalt erwischt

UNIHOCKEY ⋅ Im zweiten Spiel der neuen NLA-Saison kassieren die Red Lions Frauenfeld ihre zweite Niederlage. Beim 1:5 gegen Waldkirch-St. Gallen spielen sie enttäuschend.
28. September 2017, 05:19

Die Red Lions starteten mit ­wenig Biss und fanden nicht ins Spiel hinein. Die St. Gallerinnen standen sehr hoch und setzten vor eigenem Publikum die Frauenfelder Verteidigung unter Druck. Die Gäste spielten Fehlpässe und konnten den Ball schlecht kontrollieren, was den Liganeuling in seiner Aufsässigkeit bestätigte.

In der 14. Minute brachte Laila Raschle Waldkirch in Führung. Drei Minuten später führte eine Zweiminutenstrafe gegen die Red Lions zum zweiten Gegentreffer. Die Irritation in den Reihen der Favoritinnen aus dem Thurgau war gross. Das nutzten die kecken St. Gallerinnen zum 3:0 noch vor der ersten Pause.

Keine Reaktion nach der Pause

Eine Reaktion zu Beginn des zweiten Drittels liessen die Frauenfelderinnen vermissen. Waldkirch erzielte gleich im ersten Einsatz das 4:0. Anstatt ein ruhiges und gepflegtes Zusammenspiel aufzuziehen, agierten die Red Lions hektisch und zeigten vor allem Einzelaktionen, die zu nichts führten. Noch vor der zweiten Pause baute das Heimteam seine Führung auf 5:0 aus.

Hofmanns Ehrentreffer einzige Erfolgsmeldung

Im letzten Drittel schienen die Kräfte der St. Gallerinnen langsam zu schwinden. Sie liessen mehr zu als in den vorangegangenen Spielminuten. So konnten die Red Lions in der 56. Minute ihren ersten und einzigen Treffer bejubeln. Lea Hofmann traf auf Zuspiel von Carola Kuhn zum 1:5. Mit einem Time-out wussten die Gegnerinnen aber, den Frauenfelder Aufschwung schnell wieder zu bremsen. Die unerwartete Niederlage war die Quittung für eine enttäuschende Vorstellung der Red Lions. Gegen den Aufsteiger fehlte es ihnen an Willen, Biss, Selbstvertrauen und Reaktionsvermögen auf die Gegentore. Am Samstag spielt Frauenfeld auswärts gegen Piranha Chur, am Sonntag um 16 Uhr im Auenfeld gegen Emmental Zollbrück.

 

Gioia Niessner


Leserkommentare

Anzeige: