Tagblatt Online, 20. Juni 2012 01:04:15
Nefs feilen noch weiter an der Form
Stephan, Raphael und Andreas Nef (v.l.) auf der Bahn in Oerlikon. (Bild: Walter Nef)
Nach einem fürchterlichen Sturz im letzten Jahr setzte sich Raphael Nef neue Prioritäten. Seine beiden Zwillingsbrüder Andreas und Stephan sind heuer auch noch auf der Formsuche.
RUEDI STETTLER
RAD. Die Nef-Brüder aus Thundorf sind oft am Dienstagabend auch auf der Bahn in Oerlikon anzutreffen. Der 4. Juli 2011 ist nicht gerade der Tag, an den sich Raphael Nef besonders gerne erinnert: «Da knallte ich im hohen Bogen auf das Betonoval und hatte Glück, dass nicht noch mehr passiert ist.» Die Brüche und anderen Blessuren sorgten aber dafür, dass der 20-Jährige ein ganzes halbes Jahr pausieren musste. Der am 26. Juli nun 21 werdende Thurgauer setzte sich daher neue Prioritäten: «Meiner Lehre als Hochbauzeichner galt nun das Hauptaugenmerk. Erst vorgestern Montag habe ich die allerletzte Abschlussprüfung absolviert. Jetzt kann es mit dem Radfahren wieder so richtig losgehen.»
Ohne Titelkampf
In Oerlikon wird er vermehrt zu sehen sein. Auch auf der Bahn in Singen hat er heuer schon reüssiert, führt doch der Thurgauer in einer Prüfung das Zwischenklassement an. Auf die Schweizer Meisterschaft diese Woche verzichtet Raphael Nef: «Mit meinem Formaufbau habe ich verspätet begonnen.» Die Bahn-Titelkämpfe vom 16./17. Juli in Oerlikon lässt er ebenfalls aus: «Weil ich mit dem U23-Team in Belgien bin. Bei dieser Rundfahrt vom 17. bis 21. Juli warten viele hügelige Strecken und Pflastersteine auf mich.»
Für die am 15. Juli 17 Jahre alt werdenden Zwillinge Andreas und Stephan Nef lief es zuletzt an den Bahnmeisterschaften in Aigle nicht nach Wunsch. «Es ging so so, la la», äusserte sich dazu der an der PMS in Kreuzlingen in der Sportklasse engagierte Andreas.
Auftakt mit Zeitfahren
Heute Mittwoch startet er an der Schweizer Nachwuchsmeisterschaft im Zeitfahren in Messen SO: «Rennen gegen die Uhr habe ich noch nicht so viele absolviert. Ich will lernen für die Zukunft, hoffe aber trotzdem auf ein gutes Ergebnis.» Die Strecke haben die Nefs schon einmal vorsorglich mit dem Auto rekognosziert.
Am Sonntag steht in Cham-Hagedorn das Strassenrennen über 120 Kilometer an. Das Ziel von Polymechanikerlehrling Stephan Nef und seinem Bruder: «So weit vorne wie möglich mitfahren zu können.» Sie wollen ihren Idolen Andreas Dietziker und Michael Albasini (Andreas) und Andy und Fränk Schleck (Stephan) nacheifern.
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